Als ich vor ein paar Wochen meine Unterlagen im Reisebüro abgeholt habe (Unterlagen ist ein Witz, die bestehen heute aus zwei informativen DIN-A-4 Zetteln maximal, weil den Airlines der Pass genügt, und den Hotels auch. Nur die Bahn ist noch nicht so weit: es gibt zwei weitere Zettel, einmal für hin, einmal für her, den Pass wollen sie trotzdem sehen) und mir die ganzen Zeiten erklärt wurden, lese ich also: Abflug in Frankfurt 12:45, Ankunft in Punta Cana 16:45 Uhr, das sind für eine Flugstrecke von ca. 7.500km nur 4 Stunden, was einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 1.875 km/h entspricht. Das wäre mit den beiden einzigen Überschall-Verkehrs-flugzeugen, die es bisher gab, der Concorde und der sehr ähnlichen Tupolev-144, problemlos zu schaffen gewesen, und so freue ich mich: "Geht ja schnell". Der junge Kollege im Reisebüro kennt mich jetzt schon seit Jahren, weiß aber noch immer nicht, wie ich ticke, und erklärt mir geduldig die sechs Stunden Zeitverschiebung Richtung Westen, was einer Flugzeit von zehn Stunden entspräche. Bis ich ihn angrinse.
Für den Rückflug präsentiert er mir eine Startzeit von 18:45 und eine Ankunftszeit von 10:05 Uhr, das sind dann wohl gute 16 Stunden, d.h. ca. 475km/h, was weit weg von der Geschwindigkeit einer normalen Verkehrsmaschine ist jedoch dem Hubschrauber-Weltrekord des Eurocopter X3 entspricht. Da dies jedoch nur ein Experimental-Hybrid-Flugschrauber war, weiß man nichts über seine Reichweite, also auch nicht, wann er ins Wasser gefallen wäre. Nein, man muss die 6 Stunden Zeitverschiebung hier abziehen, das haben wir alle verstanden.
Zeitverschiebungen gibt es aber auch im kleinen, sogar im ganz kleinen, wie ich auf unserem Frühstücksbuffet gefunden habe. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man Eier auf spanisch, englisch oder deutsch kocht.


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