Montag, 6. Mai 2019

Fast alles wie es war

So langsam habe ich alles hier gesehen und mit dem verglichen, was sich dank Fotos + Videos + ein oder zwei grauen Zellen noch in meiner Erinnerung befindet. Natürlich hat sich in einem Land wie der Dominikanischen Republik in nur fünf Jahren nichts wesentliches verändert. So stehen an den großen Kreuzungen der Hauptstraße vom Flughafen Punta Cana in den Ferienort Bavaro (denn der ist gemeint, wenn jemand davon spricht, dass er in Punta Cana Urlaub macht) nach wie vor - nein, sie sind weg, die Polizeiautos mit nach oben ausfahrbaren Blau- und Rotlichtern als Warnung, sondern es gibt jetzt riesige Ampelanlagen mit Lampen, groß wie Autoreifen. Funktionieren tun sie auch, und die Verkehrsteilnehmer halten sich sogar an die dreifarbigen Verhaltensvorschläge. Jedenfalls die meisten.

Nicht lange, und man erreicht das Elektrizitätswerk, wo man gar nicht hin will, aber es ist nun einmal da, und schon erreicht man das riesige Areal der RIU-Hotelkette, wo es sechs verschiedene Hotels gibt. Da wollen wir hin. Schon von weitem grüßt der  beeindruckenden Rundbau des RIU NAIBOA, einem der kleineren Hotels in der zweiten Reihe. Es scheint aber schlecht drauf zu sein, nicht nur, dass es nicht grüßt, es ist gar nicht zu sehen. Stattdessen blitzt und blinkt als unwesentliche Veränderung ein Monster aus Stahl und buntem Kunststoff, die nagelneue SPLASH WATER WORLD, wo sich den ganzen Tag lang laut schreiende Wenig- bis Minderjährige nass spritzen und auf einem guten Dutzend Wasserrutschen vergnügen können. Das Riesenteil sieht aus, als ob es fast am Strand steht, aber zum Glück täuscht das. Das NAIBOA ist doch noch dazwischen und schirmt den Lärm gegen das RIU PALACE BAVARO ab, das offenbar friedlich und unbeschädigt am Strand steht. Auch mein farblich sehr harmonisch gestaltetes Zimmer (identisch mit dem von 2013, weshalb ich wegen der nicht unwichtigen Beschreibung neue oder vergessliche Leser bitten möchte, sich nach 2013/Oktober/Zimmer zu begeben, und danach natürlich zurück zu kehren) präsentiert sich nahezu unverändert. Selbst die Wolldecke der ersten Nacht zeigt sich in einem zarten lila. Nur der Wecker ist weg. (Wer im letzten Satz einen Gag sucht: einfach mal laut lesen).

Geht man auf den Balkon, sieht man das benachbarte Hotel RIU PALACE MACAO, allerdings nicht mehr so deutlich wie früher. Mag sein dass es daran liegt, dass zwischenzeitlich die Palmen gewachsen sind. Dazwischen liegt die karibische Straße, mit Läden für alles was man braucht und was man nicht braucht. Und da war ich gestern, womit ich auf die Überschrift vom Samstag zurück komme. Als ich Anfang 2018 leicht eingelaufen von meiner Reha zurück kam, hatte ich meinem Kleiderschrank alles entrissen, was in Elefantengröße war. Manchmal aber auch mehr als das. Also, Badehose einpacken war nicht. Aber jetzt ist wieder alles gut.

Eine Neuerung gibt es im Speisesaal - pardon - Hauptrestaurant. Da steht jetzt rechts vom Eingang, klein und schüchtern, ein automatischer Desi-Spender. Viele Leute übersehen ihn, ist mir am Anfang auch passiert. In einem Land, wo Arbeitskräfte wenig kosten, gäbe es andere Ideen. Im DREAMS LA ROMANA, wo ich 2014 war (im Dezember, wer nachlesen möchte) hatte der Küchenchef zwei junge Damen postiert, die jedem Gast mit herausforderndem Lächeln einen Desispender entgegen gehalten haben. Denen ist kaum jemand durchgeschlüpft, egal ob männlich oder weiblich.

Einen habe ich noch, und dafür muss ich Euch einstimmen. Frage: was ist falsch an folgendem Bild und warum?


Richtig. Die Kirschen sind falsch herum, und weil es hier keine gibt, wussten das die einheimischen Handwerker vermutlich nicht. Ganz ehrlich, seit Jahren, und besonders seit ich diese Reise gebucht habe, frage ich mich immer wieder, ob es jemals jemand gemerkt hat (von den Verantwortlichen). Und, Überraschung, tatsächlich wird auch in diesem Land manchmal etwas gründlich gemacht: seht selbst.








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