Die Dusche in meinem Zimmer hatte ich ja letztes Mal schon recht zutreffend beschrieben (2013/Oktober/Zimmer), und trotz Nachmessens mit der modernen Messtechnik meines Smartphones ist sie immer noch sehr, sehr groß. Damit Ihr eine Vorstellung davon habt, bin ich diesmal mit auf dem Foto. Nein, nicht so, das will keiner sehen...
Die Dusche läßt einem die Wahl zwischen einer normalen Handbrause, die in einer Brausestange hängt, und einer großen Regenbrause, ganz von oben. Sehr komfortabel. So etwas steuert man normalerweise mit einem Brausethermostat an, der dann in einen 3-Wege-Umschalter mündet, also oben-unten-beide. Normalerweise. Hier benutzt man eine Badewannenarmatur, also einen Mischer mit Knopf. Macht man den auf, füllt sich die Badewanne (in unserem Fall spritzt die Handbrause), zieht man den Knopf, kommt das Wasser stattdessen aus der Regenbrause. Drückt man den Knopf wieder oder schließt das Wasser, schaltet die Armatur zurück auf die erste Möglichkeit. Normalerweise. Kennt eigentlich jeder von zuhause. Aber wir sind ja nicht zuhause.
Will man also hier duschen, nimmt man am besten die Handbrause vom Haken, drückt sich auf die Seite der Kabine, öffnet den Mischer, der ganz hinten an der Wand ist, und stellt die gewünschte Temperatur ein. Das kann je nach Tagesform der Wasserversorgung schnell gehen, etwas länger dauern, oder auch gar nicht funktionieren, wenn es mal wieder kein warmes Wasser gibt. Aber in der Regel ist die Temperatur in einem angemessenen Zeitraum erreicht, man könnte die Handbrause in der gewünschten Höhe wieder einhängen, und die angenehme, warme Dusche genießen. Wenn da nicht die Regenbrause, über die Jahre etwas inkontinent geworden, immer ein paar deutlich spürbare Spritzer kaltes Wasser dazu geben würde. Hilft nur eins, Knopf ziehen, schnell aus dem Gefahrenbereich, kurz warten, bis das Wasser warm ist, und dann eben komplett nass werden (inkl. Haare, was ja vor allem bei der Damenwelt nicht immer beliebt ist). Man könnte auch auf die Idee kommen, jetzt, wo alles schön warm ist, den Knopf wieder zu drücken, und die Frisur zu schonen. Ich drücke also, und nichts geschieht. Plan B: Mischer schließen, der Knopf flutscht rein, den Mischer schnell wieder aufmachen, es kommt warmes Wasser aus der Handbrause, aus der Regenbrause wieder kaltes. Aber wenn man sich mal an das Duschsystem gewöhnt hat, geht alles seinen regelmäßigen Weg, so wie neulich. Ich drehe den Mischer auf, warte auf warmes Wasser, ziehe den Knopf, flutsche schnell aus der Gefahrenzone, und - nichts geschieht. Bis ich mich frage, was ich da in der Hand habe...
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