Donnerstag, 16. November 2023
Spanish Town
Mittwoch, 15. November 2023
San Juan
Dienstag, 14. November 2023
Santo Domingo
Da ich den einzigen für mich interessanten Ausflug (die Höhlen von Tres Ojos) wegen Ausbuchung leider nicht bekommen habe (er war für mich vor Jahren schon einmal ins Wasser gefallen, damals wegen Überschwemmung), und die Liegezeit für private Exkursionen (Hard Rock Cafe, inzwischen in der Blue Mall, etwa 20km weg vom Hafen, eigentlich kein Problem, aber Freunde, ich kenne den Verkehr hier, und wenn das Schiff weg ist, ist es weg) scheint mir zu knapp. Ich wäre fast schon einmal in Santo Domingo gestrandet, und da hätte ich mich nur nach Bavaro durchschlagen müssen, etwa 90 Minuten mit dem Kleinbus oder Taxi, was wohl noch irgendwie machbar gewesen wäre. Das Schiff fährt aber nach Puerto Rico, das erschwert die Sache nicht unbedeutend. Also - sicher ist sicher.
Thema erledigt.
Sonntag, 12. November 2023
Montego Bay
Der im Vorfeld großartig angepriesene Hop-On-Hop-Off-Bus wird heute auch nicht fahren, vielleicht weil Sonntag ist, oder weil er kein Dach hat, und es vermutlich gleich regnen wird. Es gibt sicher noch mehr verschrobene Gründe dafür, aber ich habe Verständnis, dass bei der sehr schwülen Hitze hier, gepaart mit übermäßigem Rumgenuss, nicht jeder klar denken kann.
Dementsprechend chaotisch geht es zu bei der Rentnerverteilung auf die verschiedenen kleinen Ausflugsbusse, aber alle finden im Laufe des Nachmittags wieder zurück an Bord, wo zur Kaffeestunde eine lautstarke Reggaeband aufspielt, später ein Latinosängerin die Leute bei Laune hält, und der Küchenchef - absolut passend - Wiener Schnitzel serviert.
2. Seetag
Es heißt schon wieder „Erholung auf See“ im Tagesprogramm, was mich doch kreativmäßig sehr überrascht, auch wenn es den Bedarf trifft, den die meisten Gäste haben.
Für mich beginnt der Tag heute mal mit etwas, das ich bisher noch nicht probiert habe: Frühstück auf die Kabine liefern lassen!
Nachdem ich Euch nicht schon wieder mit dem üppigen Tagesprogramm bewerfen möchte, lieber noch etwas zum Thema Regeln. Auch hier an Bord der Artania gibt es welche: Händewaschen nach der Toilette, keine Liegestühle reservieren, Hände desinfizieren vor dem Restaurant, und wenn Du ein Mann bist: lange Hosen zum Abendessen, also beim Abendessen, besser gesagt. Es gibt aber auch lustige Regeln, zum Beispiel die Handtuchregel:
Man findet in der Kabine weiße Handtücher, die sind für die Benutzung dort, darum lagern sie im Bad. Außerdem gibt es zwei türkisfarbene Handtücher (im Schrank), die darf man aus der Kabine mit herausnehmen, weil sie für die Benutzung am Pool oder im Spa (zum Beispiel in der Sauna) gedacht sind. Natürlich darf man sie auch wieder mit in die Kabine hinein nehmen, soll man sogar. Will man neue, wirft man sie, wie die weißen, in die Duschwanne. Man darf sie aber nicht vom Schiff entfernen, nicht die weißen und nicht die türkisfarbenen. Ich weiß, das klingt noch nicht sehr spannend, aber lest weiter, denn es gibt auch noch dunkelblaue Handtücher. Die werden am Pool ausgegeben, wenn man zusätzliche möchte, oder am Ausgang des Schiffs, wenn man einen Ausflug mit Badeaufenthalt gebucht hat. Kommt man zurück und braucht sie nicht mehr, muss man sie direkt abgeben, damit sie gereinigt werden können. Auf keinen Fall darf man sie mit auf die Kabine nehmen, was einleuchtet, denn oft sind sie nach Gebrauch voller Sand. Immer noch nicht spannend? Aber jetzt: Ich habe in meinem Schrank zwei dunkelblaue Handtücher gefunden, ordentlich gefaltet und offenbar frisch gewaschen. Trotzdem dürften sie nicht hier sein, und jetzt weiß ich nicht, was ich damit machen soll. Wie würdet Ihr das Problem lösen? In den nächsten Tagen mehr davon!
Samstag, 11. November 2023
Grand Cayman
Egal. Der heutige Ausflug zeigt die Höhepunkte der Hauptinsel Grand Cayman, die außer einem sieben Meilen langen Strand und einem internationalen Flughafen jede Menge Hotelpaläste zu bieten hat, fertige und im Bau befindliche, umgeben von Fast-Food Restaurants jeglicher amerikanischer Kette. Die Haupteinnahmequelle auf den Cayman Islands ist nämlich, nein, falsch, der Tourismus. Geldgeschäfte, egal wie legal, kommen erst auf Nummer zwei. Die Insel ist recht dicht bebaut, sauber und gepflegt, und man merkt, dass Geld im Land ist. Die einzige Landessprache ist ein, darauf legt man Wert, schönes britisches Englisch. Auffällig: wie schon in Key West, laufen hier überall braune Hühner frei herum, ohne jemals überfahren zu werden. Dafür sorgen der wenige Verkehr und die rigorosen Geschwindigkeitsbeschränkungen: selbst auf dem Highway sind nicht mehr als 30mph erlaubt, und - passend zur Sprache - man fährt links.
Nach zwei Stunden ist die Fahrt in dem leider viel zu engen aber wenigstens gut gekühlten Mini-Bus vorbei, und man kann wieder vorsichtig Luft holen während man in der prallen karibischen Sonne auf das Tenderboot zurück zum Schiff wartet. Das kommt auch bald, und nach einer Viertelstunde Rentnertetris können wir fahren. Wir kommen pünktlich zum Ende der Mittagspause an, fürchte ich, stimmt auch, aber ein Restaurant hat dann doch länger auf, damit auch die mittäglichen Rückkehrer nicht verhungern. Die Gefahr des Verhungerns ist ja auf Kreuzfahrtschiffen immer besonders groß…
Freitag, 10. November 2023
1. Seetag
Donnerstag, 9. November 2023
Key West
Und da haben wir es schon: für den Landgang braucht es heute zusätzlich ein gültiges Ausweisdokument, z. B. den Führerschein oder auch den Personalausweis, oder die AOK-Karte, Hauptsache mit Bild. Und in Miami musste man sogar den original Reisepass mit sich führen. Leute, das sind nicht nur drei USA-Häfen, die liegen sogar alle in Florida! Aber ich glaube, es kommt später noch besser…
Hier in Key West kann man nur einen einzigen Ausflug machen: Key West mit dem Conch Train (=Muschelzug). Das ist ein ganz normales Touristenbähnchen wie überall auf der Welt, man wird eine Stunde durch die Gegend gefahren, und weiß danach alles über Key West, wenn man genug englisch versteht. Das ist so weit ganz schön, und der Fahrtwind nimmt viel von der schwülen Hitze. OK, wir wollten das so mit dem Wetter, und jetzt kriegen wir es, jeden Tag. Aber ich muss Euch sagen, nach so einem Tag draußen ist das klimatisierte Schiff schon auch angenehm…
Mittwoch, 8. November 2023
Fort Lauderdale
Kaum sind wir los gefahren, schon ist der erste Hafen (von 11 karibischen und insgesamt 14, Start und Ziel nicht mitgezählt) erreicht. Fort Lauderdale ist aber auch echt nicht weit weg von Miami. Somit hat es die Nautik leicht, im Gegensatz zur Gastro, denn wir sind in den USA, und das heißt:
- Eine Mahlzeit darf nicht länge als drei Stunden angeboten werden. Damit entfällt an Bord das sonst noch angebotene Langschläferfrühstück
- Buffetform ist nur erlaubt, wenn im Restaurant eine fest installierte Buffetanlage installiert ist. Das haben wir nur in unserem kleinsten Restaurant, was bedeutet, dass man in den beiden anderen das Frühstück am Tisch bestellen muss und gebracht kriegt. Wie das abläuft - als Kaum- bis Nichtfrühstücker habe ich es nicht erlebt.
- Kaffee und Kuchen am Nachmittag, normalerweise stilvoll im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ auf einem eigenen, zerlegbaren Tortenbuffet präsentiert, muss in das nicht so schön Buffetrestaurant verlegt werden.
- Und für den Landgang muss man den Bordausweis dabei haben. Das ist immer so. Warum ich es trotzdem schreibe, werdet ihr noch merken.
Dienstag, 7. November 2023
An Bord
Zurück im hier und jetzt. Heute lerne ich das Frühstück kennen, über das ich gestern schon gelästert habe, weil ich ja in die Zukunft sehen kann (Späßle).
Es gibt zwei Kaffeestationen: große Tische mit verschiedenen Sorten Kaffee und auch Tee, dazu alles Zubehör wie Milch in verschiedenen Fettstufen so wie kuhlose Alternativen, und natürlich alles mögliche zum Süßen. Sämtliches Zubehör ist portionsweise verpackt, meist in Plastik. Als Gefäße warten riesige Stapel von Pappbechern auf den Gast, Servietten und Umrührstäbchen, immerhin aus Holz, wie man lobend erwähnen muss. Immerhin kommen Kaffee und Teewasser in großen, nachfüllbaren Edelstahlbehältern mit Zapfhähnen dran.
Aber dann ist schon wieder gut mit loben, denn der Nebenraum mit dem „Buffet“ empfängt den Besucher mit einer zentralen Insel, auf der sich neben zwei Warmhaltebehältern mit Pancakes und was-auch-immer jede Menge Pappteller stapeln, in guter Gesellschaft mit riesigen Serviettenbergen und Eimern voller Plastikbesteck, immer ein ganzer Satz in Plastik geschweisst, wie im Flugzeug, damit man ja nicht mal eine Gabel oder einen Löffel weniger wegwerfen kann. Kurz zur Erinnerung: dies sollte ein 4-Sterne-Hotel sein!
Kommen wir zum Ende: rechterhand befinden sich mehrere XXL-Toaster, an der Rückwand mehrere geschlossene Plastikboxen mit verschiedenem, weich-pappigem Backwerk, daneben, auf offenen, ungekühlten Tabletts eine kleine, sehr kleine Auswahl von Wurst, Schinken und Käse, während man an der dritten Wand „gesunde“ Sachen findet: Müsli, Joghurt, Quark, verschiedene Proteinriegel, und sogar einen kleinen Korb mit Obst: Bananen, grüne und rote Äpfel. Während die grünen solo im Korb liegen, sind die roten, man glaubt es nicht, einzeln eingeschweisst. Ich entscheide mich für eine Banane, die ist zwar auch einzeln verpackt, aber wenigstens nur in ihrer Schale.
Obwohl wir in den USA sind, werden wir pünktlich und zuverlässig abgeholt mit dem schwarzen Van von gestern und reibungslos die letzten zwanzig Minuten bis zum Hafen gefahren, wo es Reibung gibt zwischen dem Phoenix-Empfangskomitee und den Hafenangestellten über das Thema, ob das Gepäck vor dem Hafenterminal auf den Gepäckwagen aufgeladen wird, oder ob wir Gäste die Koffer erst in das Gebäude bringen müssen, wo es dann auf den Gepäckwagen aufgeladen wird. Die Vernunft setzt sich durch, wir betreten das Gebäude ohne Koffer, zeigen unsere Pässe vor, und gehen nach einem längeren Fussmarsch durch Hallen und Gänge an Bord der Artania, gerade noch rechtzeitig, um Captain Hansen und Kreuzfahrtdirektor Gruschka, die leider von Bord gehen, einen schönen Urlaub zu wünschen. Die Hand geschüttelt zum „Willkommen zuhause“ bekommen wir daher von Jörn Hofer, der ist auch ganz nett. Und sehr lustig, wie wir noch erfahren werden. Ach ja, und der neue Kapitän heißt Alex Zinkovskyi, und so klingt er auch. Er fährt halt das Schiff, egal ob es Gäste geladen hat oder Container.
Und jetzt kann es los gehen: 26 Tage an Bord des schwimmenden Altersheims.
Montag, 6. November 2023
Hotel
Ich gebe es nicht gerne zu, aber tatsächlich war ich so platt, dass ich fast den ganzen Tag verschlafen habe. Aber zu erzählen gibt es trotzdem jede Menge.
Ich befinde mich also im teuersten Zimmer meines bisherigen Lebens: für diese zwei Nächte „Vorprogramm Miami“ incl. Frühstück, pro Tag ein Freigetränk in der Bar, Einzelzimmerzuschlag, aller Transfers und deutschsprachiger Reiseleitung ruft Phoenix, der Kreuzfahrtveranstalter , 699€ auf, was das Zimmer definitv nicht wert ist, und das Frühstück schon gar nicht. Wobei, bevor Ihr Euch über den hohen Preis aufregt: bucht man das zur Hilton-Gruppe gehörige Hotel direkt, liegt der günstigste Zimmerpreis bei sage und schreibe 450$/Nacht, incl. dem sogenannten Frühstück. Was hat dieses Wunderzimmer nun zu bieten? Nun - es ist nicht ganz klein, aber auch nicht riesengroß.
Neben einem sehr hohen Queensize-Bett, aus dem man echt nicht herausfallen möchte, weil wegen der großen Höhe Verletzungen drohen, gibt es einen altmodischen Sessel, eine nicht modernere Stehlampe, zwei große Spiegel, eine fette Klimaanlage, keine Möglichkeit, das Fenster zu öffnen (bzw. nur einmal, mit einem Hammer oder ähnlichen Hilfsmittel), ein großes Sideboard mit Mikrowelle, Kühlschrank und Schubkästen, alles groß, eine Kofferablage, einen Schreibtisch, einen lebensgefährlichen Schreibtischstuhl, der etwas zu hoch ist (für mich und kleinere) und auf dem glatten Boden ganz leicht rollt, was beim Aufsteigen fatal ausgehen kann. Ansonsten gibt es einen viel zu kleinen Kleiderschrank, dessen theoretisches Volumen noch reduziert wird von Safe, Bügelbrett, Bügeleisen und zusätzlichen Decken. Schließlich haben wir noch ein großes, luxuriöses Bad.
Hier sieht man, wo das Geld hinfließt: Ein sehr großer Waschtisch, sogar mit Einhebelmischer (in den USA noch immer eine Besonderheit), ein riesiger Spiegel, rundum beleuchtet, natürlich das hier übliche, völlig veraltete Stand-WC mit aufgesetztem Spülkasten, aber immerhin stabilem, festgeschraubtem Sitz. Und gegenüber, die Dusche: Ein Traum hinter zwei massiven Glasschiebetüren, bodengleich, und so groß, dass drei dicke Männer gleichzeitig duschen könnten. Also, nicht dass ich mit zwei dicken Männern duschen würde, auch nicht mit dünnen, aber es ginge.
Auch medientechnisch ist das Zimmer gut ausgestattet: in jeder Ecke Steckdosen, immer für Strom und USB, ein großer Fernseher mit 60 gestochen scharfen Sendern, wo leider nirgends was gescheites kommt, und ein wirklich schnelles WLan. Leider hat SKY keine Zulassung für die USA, es gibt also heute keine Formel 1 für mich, aber alles, was ich sonst gerne surfe, kommt hier gut an.
Ansonsten gibt es einen Eiswürfelbehälter (Die Würfel dazu bekäme man kostenlos von einem großen Automaten im Gang) sowie eine Maschine mit Zubehör für Kaffee und Tee. Und obwohl aus dem Pappbecher (jeder einzelne steril in Plastikfolie verpackt), der Kaffee schmeckt sogar. Und damit man sich nicht die Finger verbrennt, gibt es zu jedem Kaffeebecher eine Pappmanschette. Trinkt man einen Kaffee, ist danach von all dem Verpackungswahnsinn der Mülleimer halb voll. Zum Glück hat das Zimmer zwei davon.
Und möchte man nachts schlafen, wird man sanft in den Schlaf gesungen von Polizeisirenen und hochgezüchteten Rennmotoren. Straßenrennen scheinen gerade in Mode zu sein, aber der Schallschutz funktioniert, und im 11. Stock ist man weit weg vom Geschehen.
Das Allerletzte
Montag morgen, 9.30 Uhr. Ich genieße das wirklich sehr gute Frühstücksbuffet (das es gut ist, sollte man für 18€ auch erwarten). Eine halbe ...
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Morgens um sieben ist Madeira noch in Ordnung wenngleich dunkel, die Artania parkt rückwärts ein am bevorzugten CR7-Kai (offiziell heisst er...
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Es ist Ostersonntag. Als ich vor zwei Jahren ebenfalls über Ostern mit einem Schiff der Mein Schiff Flotte unterwegs war, klopfte es früh um...
