Freitag, 10. Mai 2019

Dominikanisches Aufzugsabenteuer

Heute ist ein besonderer Tag. Ich wiederhole mich, habe ich den Eindruck, aber zu einer Zeit, wo irgendwer jeden Tag des Jahres zu einem mehr oder noch weniger sinnfreien Gedentag kürt, kann das passieren. So hatten wir zum Beispiel am 20.März den Tage des brennenden Schneemanns, am 11. April den Unsichtbarkeitstag und am 9. Mai - glaubt es oder nicht - den Tag der verlorenen Socke. Am 10. Mai, leider weiß ich nicht mehr welchem, sicher ist nur, dass das Jahr mit einer "19" begann, habe ich zum ersten Mal auf einem Tanzparkett gestanden. Offiziell gefeiert wird dieser Tag natürlich nicht, und wie das mit dem heutigen Thema zusammen hängt, kann ich Euch jetzt auch nicht mehr so direkt sagen, vielleicht erinnert es mich nur an das nicht immer reibungsfreie Auf und Ab in meiner Zeit als aktiver Tänzer.

In diesem Hotel hier, das je nach dem Bereich, in dem man sich befindet, entweder aus Erdgeschoss oder Hochparterre und jeweils drei Obergeschossen besteht, gibt es eine kleine Anzahl von Aufzügen, die die zumeist übergewichtigen Gäste nach Wunsch zwischen den einzelnen (überhohen) Etagen hin- und her transportieren, jahraus, jahrein. Da, wo ich wohne, gibt es einen einzelnen Aufzug, nicht weit von der Rezeption, wurde eine Zwillingsanlage installiert. Vermute ich jedenfalls, denn es gibt zwei Türen. Allerdings kommt immer nur der rechte, egal welchen man ruft.

Über der Tür von jedem Aufzug gibt ein etwas verscheuertes Display darüber Auskunft, wo sich die Kabine vermutlich gerade befindet. In den oberen Etagen hat man sich das gespart. Grundsätzlich ist alles in Edelstahl gehalten, weil das ewig hält. Normalerweise.

Im Aufzug selbst, besonders in dem, den ich gerade benutze, gibt es ein unscharfes und ein blindes Display sowie eine Tastatur im Bestzustand. Naja, fast.



Fährt man mit diesem Aufzug aufwärts, ist alles gut. Fährt man damit abwärts, bleibt er im zweiten Stock immer kurzfristig an irgendetwas hängen, wahrscheinlich an der berühmten OTIS-Fangvorrichtung von 1853, deren Weiterentwicklung immer noch in Gebrauch ist. Der mehr oder weniger starke Ruck, der dabei jedesmal durch die Kabine geht, erklärt vielleicht auch, warum die Anzeige mit der Nummer "2" die Lust verloren und den dazugehörigen (und weiterhin funktionierenden) Knopf alleine gelassen hat.



Während man fährt, zeigt das halbblinde Display an, wo man sich gerade befindet. Zumindest sollte es das. Manchmal bleibt die Anzeige auch auf der Station hängen, wo man los gefahren ist. Manchmal zeigt es auch ohne jeden Bezug zur Realität irgendeine Zahl zwischen 0 und 3. Zuverlässige Informationen bekommt man nur, wenn man darauf wartet, dass sich die Aufzugtür öffnet und sich dann schnell die vierstellige Nummer des Zimmers gegenüber merkt, die Quersumme bildet, durch 14 teilt, von sich selbst abzieht und dann den Wert der ersten Ziffer addiert... Inzwischen ist der Aufzug entweder weiter gefahren, oder freundliche Mitreisende haben einen darauf aufmerksam gemacht, dass Endstation ist. Man könnte auch einfach nur die erste Zifferder Zimmernummer ablesen.

Nebenbei bemerkt - wer (wenn er denn laufen kann) braucht im Urlaub schon einen Aufzug? Also - bei mir war am 8. Mai Tag ohne Aufzug: runter sowieso (pro Etage üppige 20 Stufen), rauf nach dem Frühstück, bei 26°C, weil ich es wollte. Mittags bei 30°C, weil ich noch konnte, und abends, bei drückender Schwüle und 29°C, war der Aufzug kaputt und steckte irgendwo fest. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass es keinen Alarmknopf gibt?




Donnerstag, 9. Mai 2019

Hätte ich gerne eine Freundin?

Liebe Freunde, erst einmal sorry dafür, dass ich Euch gestern mit einem vermeintlich sinn- und zusammenhanglosen cliffhanger in die Nacht geschickt habe. Mein müder Zeigefinger ist wohl zu früh auf den "senden"-Knopf gefallen, und bis ich herausfinden konnte, wie man die Veröffentlichung zurück holt, hatte sie schon jemand gelesen. Aber macht nichts, zurück zum Thema:

Da Zeit war für weitere Fehler (ich schreibe jetzt etwas zeitübergreifend) habe ich die auch gemacht und übersehen, dass die Sonne ja nicht nur über dem Meer scheint. Ein T-Shirt anziehen, im wandernden Halbschatten, und das am ersten Draußen-Tag in dieser gut beheizten Destination, wäre schön gewesen, muss aber nicht sein. So bin ich jetzt wieder einmal leicht flamingofarbig (wobei ich nicht die weißen meine). Wenn mir die Kellnerin in der nächsten Zeit bei Tisch liebevoll über den Rücken streichelt, wie man das heutzutage dem Servicepersonal in guten Restaurants so beibringt, wird das kein allzu schönes Gefühl für mich sein.

Unter all diesen Umständen beantworte ich daher die Frage in der heutigen Überschrift mit einem ganz entschiedenen: "Kann sein, aber frühestens in ein paar  Tagen" Grund: siehe 2013/Oktober/Frau.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Ich hätte gerne eine Freundin

Um den jetzt folgenden Post möglichst mühelos zu verstehen, empfehle ich vorher, meinen kleinen Beitrag 2013/Oktober/Frau zwar zu lesen, aber nicht allzu ernst zu nehmen. Ich tue es auch nicht, damals nicht und heute genauso wenig. Aber jetzt zum Thema.

Ich habe heute mal ausgeschlafen, und sehr schön geträumt. Es war einer von diesen seltenen, kristallklaren Träumen, die wirken, als wären sie real. Kennt Ihr das? In diesem Traum war ich im Urlaub, an einem wunderschönen Strand, in einem ganz tollen Urlaubsresort. Dort gab es extrem leckeres Essen, tolle Drinks, super Unterhaltung, und man wohnte in einer riesigen Juniorsuite voller Luxus, in lila und pink. Der perfekte Platz für ein verliebtes Paar, dass sich morgens, noch müde aber glücklich, aneinander kuschelt und dem Tag entgegen träumt. Während ich ihre Nähe genieße, den Duft ihres Parfums einatme und sie ganz sanft und liebevoll streichele, wache ich allmählich auf. Alles ist noch da: Der Strand, das Hotel, das Zimmer, vermutlich auch das gute Essen, nur das riesige Bett ist leer bis auf den dicken Mann. Ich weiß noch genau, von wem ich geträumt habe, und könnte es Euch verraten. Mache ich aber nicht. Und falls der/die eine oder andere jetzt neugierig geworden ist, habe ich noch einen kleinen Tip: Ihr Vorname beginnt mit keinem X.

Zurück ins richtige Leben. Es ist neun vorbei, und ich trabe die immerhin 400m bis zum Restaurant, um zu frühstücken. Das Restaurant liegt ungefähr auf halbem Weg zum Strand, und so ist es durchaus klug, wenn man seine Badesachen schon einmal mitnimmt. Das mache ich auch, bis auf eine unwesentliche Kleinigkeit. Die - Badehose - befindet sich nämlich noch frisch gekauft in der Einkaufstüte, und die wiederum ist im Zimmer. 400m zurück, was gar nicht verkehrt ist, denn den Sonnenschutz habe ich auch vergessen aufzutragen. Dann 700m bis zum Strand (nur mal zur Erinnerung: das Hotel hat direkte Strandlage, anderswo sitzt man bei diesen Entfernungen schon in der zweiten Hotelreihe, und nein, Golfwagen oder Bähnle für den Gästetransport gibt es hier nicht). Nach kurzem Suchen finde ich zwischen großen Palmen und zahlreichen Touristen einen freien Liegestuhl. Eine Weile mache ich Aktivurlaub für Sonnenscheue (die Palmenschatten bewegen sich wegen der Äquatornähe sehr schnell, so dass man öfter den Liegestuhl verschieben muss), um mich dann vorsichtig dem Meer zu nähern.

Der Strand ist gut besucht von sportlich aktiven Touristen und auch solchen wie mir, dazwischen wuseln Händler, Fotografen und andere "Strandpiraten" herum. Nur das Meer ist leer. Also, Wasser ist schon drin, auch ein paar Boote, aber keine Menschen, was mich grübeln lässt, während ich mich vorsichtig nähere. Haben wir vielleicht Badeverbot? Gibt es giftige Tiere? Oder ist etwa das Wasser zu kalt? Ich sehe mich um. Am Flaggenmast wedelt nur die dominikanische Flagge, giftige Tiere sehe ich auch keine, und in dem Moment erreichen drei bis vier meiner zehn Zehen das Wasser. (Pause, ganz tief Luft holen).

Es ist wirklich zu kalt! Ich war schon so oft hier, aber das ist das erste Mal! Wenn das nicht besser wird, fahre ich nächstes Jahr an die Ostsee. Dort ist es zwar auch nicht billiger, eher im Gegenteil, aber man ist schneller dort. Naja, vielleicht auch nicht, aber es ist näher. Während ich Unsinn schreibe, habe ich es aber doch ins Wasser geschafft, auch wenn es die ersten Minuten unangenehm ist, was sich nur sehr langsam ändert. Aber: ich habe das ganze Meer für mich allein, zumindest kurze Zeit. Dann siegt der Herdentrieb, und ich bekomme Gesellschaft im Wasser. Nach einiger Zeit erscheint es mir auch wärmer, und ich möchte gar nicht wissen wieso.

Wieder draußen, mache ich alles richtig: ich schiebe meinen Liegestuhl in den Schatten, ziehe das nasse T-Shirt, was ich gegen die Sonne getragen habe, aus und hole mir einen Cocktail. Warum nicht? Ich habe vom Hotel ein kleines viersprachiges Heft bekommen, dessen Regeln ich genau befolge: immer eincremen, Sonne mittags meiden, wenig Schmuck tragen außerhalb des Hotels, und so weiter. Am Ende einer der kleinen Seiten steht "Trinken Sie stets viel". Na also, ich sehe mich bestätigt. Bis ich mal umgeblättert habe, denn die nächste Seite beginnt mit dem Wort "Wasser".






Dienstag, 7. Mai 2019

Heute gibt es Kleckerlis

Liebe Leser meines Blogs, es ist wieder einmal (oder vielleicht erstmalig?) so weit: Ich rufe Euch zur Mitarbeit auf - nein, zu unhöflich - ich bitte Euch um Eure Meinung. Wer sich im Blog nicht anmelden mag, der kann mir auch per WA oder Email schreiben und wird dann nicht veröffentlicht. Eure Meinung interessiert mich aber sehr. Zunächst habe ich für Euch alle ein kleines Bilderrätsel in zwei Stufen, zu dem ich Eure Meinung hören möchte. Wir sehen ein Detail aus dem "Giftschrank".




Man könnte sagen, da wurde nicht korrekt geputzt. Jede normale deutsche Hausfrau würde sagen, da wurde gar nicht geputzt. Das kommt ungefähr auf dasselbe hinaus, und ich würde es normalerweise nicht erwähnen. Aber jetzt wird es pikant. Da sind also Flecken unter der Wodka- der Rum- und der Whiskyflasche. Und wer mich kennt, der weiss, dass ich normalerweise nur an der Rumflasche zapfe, vielleicht auch mal beim Gin, aber da ist kein Fleck, und da war ich auch noch nicht dran. Zufällig habe ich am ersten Tag den "Giftschrank" fotografiert (Ihr erinnert Euch, wegen dem fehlenden Rum), und da war der Pegelstand zumindest beim Wodka erkennbar höher.

Ich wäre jederzeit bereit, mit jedem hier vom sehr liebevollen Personal meine Vorräte zu teilen, aber nur wenn er/sie fragt. Und auch wenn neue Flaschen die Gäste nichts extra kosten, sie gehören den Gästen, und ich finde, man kann Diebstahl nicht einfach hinnehmen. Ich möchte echt kein Fass aufmachen, bin aber doch gespannt, was der Manager dazu sagt. Ihr auch?






Montag, 6. Mai 2019

Fast alles wie es war

So langsam habe ich alles hier gesehen und mit dem verglichen, was sich dank Fotos + Videos + ein oder zwei grauen Zellen noch in meiner Erinnerung befindet. Natürlich hat sich in einem Land wie der Dominikanischen Republik in nur fünf Jahren nichts wesentliches verändert. So stehen an den großen Kreuzungen der Hauptstraße vom Flughafen Punta Cana in den Ferienort Bavaro (denn der ist gemeint, wenn jemand davon spricht, dass er in Punta Cana Urlaub macht) nach wie vor - nein, sie sind weg, die Polizeiautos mit nach oben ausfahrbaren Blau- und Rotlichtern als Warnung, sondern es gibt jetzt riesige Ampelanlagen mit Lampen, groß wie Autoreifen. Funktionieren tun sie auch, und die Verkehrsteilnehmer halten sich sogar an die dreifarbigen Verhaltensvorschläge. Jedenfalls die meisten.

Nicht lange, und man erreicht das Elektrizitätswerk, wo man gar nicht hin will, aber es ist nun einmal da, und schon erreicht man das riesige Areal der RIU-Hotelkette, wo es sechs verschiedene Hotels gibt. Da wollen wir hin. Schon von weitem grüßt der  beeindruckenden Rundbau des RIU NAIBOA, einem der kleineren Hotels in der zweiten Reihe. Es scheint aber schlecht drauf zu sein, nicht nur, dass es nicht grüßt, es ist gar nicht zu sehen. Stattdessen blitzt und blinkt als unwesentliche Veränderung ein Monster aus Stahl und buntem Kunststoff, die nagelneue SPLASH WATER WORLD, wo sich den ganzen Tag lang laut schreiende Wenig- bis Minderjährige nass spritzen und auf einem guten Dutzend Wasserrutschen vergnügen können. Das Riesenteil sieht aus, als ob es fast am Strand steht, aber zum Glück täuscht das. Das NAIBOA ist doch noch dazwischen und schirmt den Lärm gegen das RIU PALACE BAVARO ab, das offenbar friedlich und unbeschädigt am Strand steht. Auch mein farblich sehr harmonisch gestaltetes Zimmer (identisch mit dem von 2013, weshalb ich wegen der nicht unwichtigen Beschreibung neue oder vergessliche Leser bitten möchte, sich nach 2013/Oktober/Zimmer zu begeben, und danach natürlich zurück zu kehren) präsentiert sich nahezu unverändert. Selbst die Wolldecke der ersten Nacht zeigt sich in einem zarten lila. Nur der Wecker ist weg. (Wer im letzten Satz einen Gag sucht: einfach mal laut lesen).

Geht man auf den Balkon, sieht man das benachbarte Hotel RIU PALACE MACAO, allerdings nicht mehr so deutlich wie früher. Mag sein dass es daran liegt, dass zwischenzeitlich die Palmen gewachsen sind. Dazwischen liegt die karibische Straße, mit Läden für alles was man braucht und was man nicht braucht. Und da war ich gestern, womit ich auf die Überschrift vom Samstag zurück komme. Als ich Anfang 2018 leicht eingelaufen von meiner Reha zurück kam, hatte ich meinem Kleiderschrank alles entrissen, was in Elefantengröße war. Manchmal aber auch mehr als das. Also, Badehose einpacken war nicht. Aber jetzt ist wieder alles gut.

Eine Neuerung gibt es im Speisesaal - pardon - Hauptrestaurant. Da steht jetzt rechts vom Eingang, klein und schüchtern, ein automatischer Desi-Spender. Viele Leute übersehen ihn, ist mir am Anfang auch passiert. In einem Land, wo Arbeitskräfte wenig kosten, gäbe es andere Ideen. Im DREAMS LA ROMANA, wo ich 2014 war (im Dezember, wer nachlesen möchte) hatte der Küchenchef zwei junge Damen postiert, die jedem Gast mit herausforderndem Lächeln einen Desispender entgegen gehalten haben. Denen ist kaum jemand durchgeschlüpft, egal ob männlich oder weiblich.

Einen habe ich noch, und dafür muss ich Euch einstimmen. Frage: was ist falsch an folgendem Bild und warum?


Richtig. Die Kirschen sind falsch herum, und weil es hier keine gibt, wussten das die einheimischen Handwerker vermutlich nicht. Ganz ehrlich, seit Jahren, und besonders seit ich diese Reise gebucht habe, frage ich mich immer wieder, ob es jemals jemand gemerkt hat (von den Verantwortlichen). Und, Überraschung, tatsächlich wird auch in diesem Land manchmal etwas gründlich gemacht: seht selbst.








Sonntag, 5. Mai 2019

Alles auf Anfang

Eine kurze, kalte Nacht ist vorbei. Kurz war sie zwar nicht wirklich gewesen, es fühlte sich nach der langen Reise nur so an. Aber kalt war sie, zumindest in meinem Zimmer. Normalerweise decke ich mich in heißen Ländern mit gar nichts bis maximal einem Bettlaken zu, doch diesmal war die - zum Glück vorhandene und ganz oben im Schrank verstaute - Wolldecke bitter nötig. Der Grund dafür: die Klimaanlage. Sie ließ sich an der dafür gedachten Regelanlage weder wärmer drehen noch ausschalten. Auch nicht kälter, nur der Vollständigkeit halber bemerkt. Dass es am anderen Ende des Zimmers für Notfälle noch einen überdimensionalen digitalen Schieberegler gegeben hätte, habe ich erst morgens entdeckt. Diesen Schieberegler nennt man Balkontür, und hätte ich sie nur einen winzigen Spalt geöffnet, wäre die Klimaanlage sofort ausgegangen. Aber egal, ich habe es eilig, denn die Reiseleitung lädt dringend zum Begrüßungscocktail (leider ohne Cocktail), denn die Bars haben früh um neun noch nicht auf. Das ist zwar gelogen, aber mit uns kann man es ja machen. Es gäbe nämlich eine Bar die offen hat, weil sie niemals schließt. Alternativ wäre auch ein Glas Sekt aus dem Restaurant gegangen, die haben seit sieben auf. Aber zurück zur Veranstaltung: Am Flughafen wurde schon darum gebeten, unbedingt zur Begrüßung zu erscheinen, denn es gäbe viel neues, auch was TUI betrifft, und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Hauptneuerung ist, kurz zusammen gefasst, dass TUI das Papier abgeschafft hat, auf Druck der Kunden heißt es, und man jetzt alles über das Smartphone machen muss, also Ausflüge buchen, Infos sammeln, nachsehen, ob es einen Heimflug gibt, Beschwerden schreiben, Gummibärchen kaufen... (ok, das letzte habe ich jetzt erfunden). Und wer keins hat, könne notfalls zur Reiseleitung gehen und nachfragen. Ich weiß nicht, ob sich TUI damit einen Gefallen getan hat, denn es gibt sogar junge Leute, die bewusst kein Smartphone haben. Ich wüsste da sogar ein konkretes Beispiel.

In diesem Moment wird es einem einfach gestrickt aussehenden Paar aus Dunkeldeutschland zu langweilig, und die beiden verlassen die Veranstaltung. Genau jetzt zückt die Reiseleiterin für jede Partie eine kleine Mappe, zum einen mit Prospekten aus Papier, zum anderen mit zwei Formularen, die man ausgefüllt für die Ausreise braucht. Leider sind die Gelangweilten nun schon über alle Berge. Das gibt noch Theater!

Mit den besten Wünschen für einen schönen Urlaub endet die Diätveranstaltung (= ungefrühstückt, vorher habe ich noch geschlafen, und jetzt gibt es nichts mehr), und so gehe ich zur Rezeption, um dort meine Mängelliste vorzubeten. Also, nicht meine, die vom Zimmer: das von der Klimaanlage wisst ihr schon, dann klemmt die Kühlschrankschranktür, das "Bitte-nicht-stören-Schild" fehlt, und am schlimmsten: es ist kein Rum im "Giftschrank"




Nach einer guten Stunde erscheinen nahezu zeitgleich ein Kellner, ein Zimmermädchen und ein Haustechniker. Der Kellner ersetzt den Rum, das Mädchen drückt mir das fehlende rote Türschild in die Hand, und der Haustechniker gerät ins schwitzen. Zwar hat er den Fehler der Klimaanlage schnell gefunden, Steuerung kaputt, was ich dem Rezeptionisten auch gesagt hatte, er geht eine holen und repariert das dann. Bitte fragt mich nicht, warum er das Ersatzteil nicht gleich mitgebracht hat, das ist wahrscheinlich eine landestypische Tradition. Die Kühlschrankschranktür (der Kühlschrank steht in einem Schrank, dessen Tür wiederum klemmt) stellt den Techniker vor größere Probleme, woraufhin wir beschließen, die Reparatur zu vertagen. Wahrscheinlich verjährt sie sogar.

Aber immerhin: als ich vom Mittagessen zurück komme, hat die Klimaanlage eine neue, funktionierende Steuerung. Geht doch!



Samstag, 4. Mai 2019

Pack die Badehose ein

Samstag morgen, 7:31 Uhr. Während Deutschland teilweise noch schläft, setzt sich mein Zug zum Flug nach Frankfurt mühsam in Bewegung. Eine Minute zu spät, das gilt bei der Bahn AG als äußerst pünktlich, besonders im Fernverkehr. Ganz anders soll das in Japan sein: da fahren sie auf die Sekunde los, egal ob der Koffer noch auf dem Bahnsteig steht. Oder der Kinderwagen, gerne auch mit Inhalt. Hier an Bord ist er jedenfalls nicht, und deswegen handelt es sich um eine sehr ruhige Reise, abgesehen vom quietschen und knattern des völlig veralteten IC-Wagens. Aber dafür gibt es viel Fußraum und sehr viel Platz für Gepäck, was die aktuelle Luxusflotte des ICE nicht zu bieten hat.

Am Flughafen ist - warum auch immer - noch mehr los als sonst. Besonders am Sicherheits-Check-In ringelt sich die Einwohnerschaft einer kleinen Kleinstadt auf den Eingang zu, teilweise recht nervös wegen spät. Aber die Flughafenangestellte am vorderen Ende des humorlosen Gaudiwurms verteilt die Reisenden souverän und freundlich auf die zehn Sicherheitsschalter und behält jederzeit den vollen Überblick. Bewundernswert, denn sie ist nicht größer als 1,50m und den Pickeln nach Auszubildende im 1. Lehrjahr.

Nach angemessener Zeit in einem spartanisch eingerichteten und eher knapp bemessenen Warteraum am Gate B61 werden die Passagiere gebeten, die bereit gestellten Busse zu besteigen. Offenbar leistet sich noch nicht einmal mehr CONDOR, ihre Maschinen an gut zugänglichen, modernen Rüsseln anzulegen. Nun gut. Die Stimmung im Bus ist es auch, bis das Flugzeug irgendwo ganz weit draußen erreicht ist, die Bustüren aber geschlossen bleiben. Mehrere Minuten lang kann man sehen, wie kleine Menschen mit riesigen Wäschepaketen und Müllsäcken aus dem Flugzeug kommen, davor Absperrungen errichten und mit Flughafenautos wild herum rangieren. Die Temperatur im Bus steigt und steigt, die Laune sinkt, und die Stimmung wird langsam hitziger. Eine kurze informative Durchsage wäre schön gewesen, muss aber nicht sein, denkt sich der Busfahrer. Vielleicht weiß er aber auch nichts. Während sich der eine oder andere Passagier bereits theoretisch mit der Funktion des Notöffnungshebels beschäftigt, wird am Flugzeug die Gangwaybeleuchtung eingeschaltet, und plötzlich gehen die Bustüren auf. Zum Glück fällt keiner vor Schreck raus, und da nur ein einziger Fußkranker unter den Passagieren ist, füllt sich das riesige Flugzeug nahezu blitzartig. Das habe ich bei meiner letzten Reise mit einem viel kleineren Flugzeug ganz anders erlebt.

Der Flug geht dann tatsächlich pünktlich los, ist ruhig und ereignisarm bei netter Gesellschaft, und ich freue mich schon auf den hier üblichen Flugzeug-Parkplatz-Spaziergang, hinein in die Ankunftshalle ohne Wände. Aber nein, sie haben jetzt eine Rüsselanlage. OK, war gelogen, und wer Punta Cana kennt, hat es auch nicht geglaubt. Aber wahr ist: man muss jetzt Bus fahren, auf die Gebäuderückseite, kommt so zu einem neuen, klimatisierten Ankunftsterminal und zeigt da seinen Pass vor. Anschließend geht es, na ratet Ihr es schon - in das alte Ankunftsgebäude, denn da stehen nach wie vor die Kofferbänder. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn heute funktionieren sie wieder einmal nicht. Zum Glück ist mein Koffer schon da, und ich kann zum Zoll, der mein Handgepäck sehen möchte. Hier haben sie ganz besondere Mitarbeiter: Während in Frankfurt meine beiden Kameras mit einem neuartigen elektronischen Gerät getestet wurden, immerhin ohne dass ich sie hätte auspacken müssen, hat der dominikanische Zöllner alles im Blick: er deutet auf die geschlossene Fototasche, ich sage "Kameras!", er nickt und sagt "ok". Das war die Zollkontrolle.

Ein paar Minuten noch mit dem Bus, dann bin ich im Hotel, wo schon das Zimmer vom letzten Mal und ein Welcome-Back-Gruß auf mich warten. Und zum Glück auch ein großes Bett, denn das habe ich jetzt nötig.



Freitag, 3. Mai 2019

Here Comes Summer

Liebe Fans und Freunde meiner Reiseberichte! 

Morgen ist ein besonderer Tag. Zum ersten Mal seit fast fünf Jahren - und das ist bekanntlich ein halbes Jahrzehnt - geht es auf eine Fernreise. Wer sich darauf einstimmen möchte, dem empfehle ich meine Geschichten aus dem Oktober 2013. Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß mit der neuesten Reise in den Sommer.

Euer

Captain Spareribs



Mittwoch, 14. November 2018

Heimkehr

Unsere Reise begann mit einem gesperrten Hafen. Warum soll es am Ende anders sein? Nachdem der Captain schon die halbe Nacht auf seinem - nein, es gehört ja dem Schiff - also, auf dem Nebelhorn geübt hat (1x pro Minute "tuuut"), bin auch ich wach. Da die Reise mit einer spektakulären Einfahrt nach Venedig enden soll, suche ich mir beizeiten einen ruhigen Platz. Das ist gar nicht so einfach, denn seit 9:00 Uhr hat niemand mehr eine Kabine, was bedeutet, dass überall auf dem Schiff heimatlose alte Menschen herumsitzen. Ich finde einen Platz auf Deck 8 (genau den selben wie gestern) und genieße die Einfahrt in den Hafen, vorbei am Markusplatz und all den schönen Ansichten von Venedig. 


Da der Nebel sich dann doch noch rechtzeitig verzogen hatte, haben wir nur eine Viertelstunde Verzug, und alle Verbindungen sind pünktlich. Aber ich frage mich trotzdem, warum eine Netto-Reisezeit von einer knappen Stunde ab Schiff bis Haustür glatte sieben Stunden dauern muss? Die Lufthansa sollte doch mal eine Direktverbindung zwischen Nürnberg und Venedig einrichten!

Egal wie lange - ich bin wieder zuhause. Ich hoffe, es hat Euch gefallen, mit mir auf große Fahrt zu gehen, und Ihr tut es im Mai 2019 wieder.

Euer

Captain Spareribs


Dienstag, 13. November 2018

Verruckt nach Meer

Wir haben unseren letzten Hafen erreicht, Zadar in Kroatien. Auf den ersten Blick wie gestern: Bekleckerte Pier, moderne Promenade, alte Gebäude. Davor allerdings ein größeres Industriegebiet, dass einem Fußmarsch in die Stadt den Spaß nimmt. Und das, obwohl das Wetter immer noch sehr gut ist, sonnig und warm, auch wenn viele Rentner in Pullover und Daunenjacke herumlaufen. Schwitzend. Aber das ist nur ein kleiner Teil der schrägen Menschen und Dinge, die ich in den letzten Tagen gesehen, erlebt oder erzählt bekommen habe.

Da wäre der alte Mann, der mir mädchenhaft erzählt, dass es in der Tante-Emma-Boutique gerade Rabatt auf Polohemden gibt. Außerdem hätte er in seinem Leben schon 25.000 Schiffe fotografiert (mit nur einer Hand, die andere fehlt ihm nämlich), und dann hat er die Jungfernfahrt für das neue Phoenix-Schiff . die Amera, gebucht, egal wohin, und, und, und - ja und gestern hätte ihn so eine alte vertrocknete Finanzbeamtin aus Berlin vollgenölt, dass es in Berlin so schrecklich ist, dass es ihr dort gar nicht gut geht, etc. Die kenne ich. Am Vorabend hatte sie mir aus sicherer Entfernung über eine Stunde lang zugesehen, wie ich mich sehr gut mit ein paar Leuten aus dem Ruhrgebiet unterhalte. Sobald die weg waren, hatte sie sich auf den Weg zu mir gemacht, so gerade es noch ging. Gemeinsam mit ihrem 34. Glas Rotwein, so deutlich wie sie gesprochen hat. "Na, sind Sie immer noch allein?" lallt sie mich an. "Seit ca. 30 Sekunden" antworte ich wahrheitsgemäß. Sie quält sich auf den freien Barhocker neben mir (fast alle Hocker sind frei) und ich bin zum erstenmal im Leben froh, das mein Glas schon fast leer ist.Was sie mir während dem letzten Schluck alles erzählt hat weiß ich nicht, ihre Zunge ist einfach schon zu schwer.

Einer der Ruhrgebietler von vor der Berlinerin hatte dagegen in klarer Sprache eine schöne Geschichte aus seinem Berufsleben präsentiert: In den achtziger Jahren, er war als Justizangestellter am Gericht tätig, hatte er einmal eine Vernehmung durchzuführen, unterstützt von einer jungen Auszubildenden. Es ging dabei um einen Punk-Musiker, der nach seinem Konzert in ein Schwimmbad eingedrungen war und deswegen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erhalten hatte. Sollte jemandem von Euch dieser Fall an irgendetwas erinnern, macht es die Geschichte nur spannender. Der Punkmusiker mit Namen Frege, Andreas, erschien pünktlich und war freundlich und kooperativ. Auf die abschließende Frage des Justizmenschen, in welcher Band er denn spiele, bekam er zur Antwort, dass der Bandname etwas mit leblosen Kleidungsstücken zu tun hat. Man verabschiedet sich höflich, der Musiker geht, und viele von Euch ahnen vielleicht was jetzt kommt: Die Justizauszubildende, mit hochrotem Kopf, einer Ohnmacht nahe, stammelt mit letzter Kraft "Mensch, das war doch der Campino von den Toten Hosen!". Unter diesem Namen hätte ihn sogar unser Gerichtsbeauftragter sofort erkannt.

Anderes Thema. Ich hatte Euch ja schon von den "Spice Grannies" erzählt, die mittlerweile Tagesgespräch auf dem Schiff sind, in deren Nähe niemand sitzen will, weil sie so extrem laut zum einen und so extrem einfach gestrickt zum anderen sind. Wie man inzwischen hört, waren sie an Bord gekommen, weil sie die nächsten Staffellieblinge bei "Verrückt nach Meer" werden wollten. Um einen Pasagier bei dieser Serie spielen zu dürfen, sind folgende Eigenschaften gefragt: übergewichtig, tätowiert, irgendwie schräg, gerne sehr häßlich,  einfach gestrickt, möglicherweise mit einer rührseligen Geschichte im Zusammenhang mit einem der angesteuerten Ziele behaftet. Die vier hätten bestimmt dazu gepasst. Aber die Produktion wollte sie nicht. Gar nicht. Trotz mehrerer Vorstöße ihrerseits: absolut nicht. Warum wohl?

Im Augenblick sitzen sie beim Frühstück auf Deck 8, ziehmlich weit von mir entfernt, und übertönen problemlos den Lärm der Baumaschinen im Hafen, direkt unter uns. Ein Deck tiefer geht es besser, und ich muss doch mal lästern, auch wenn es frauenfeindlich klingt:

Am Heck, auf Deck 4, gibt es eine schöne Außenbar, mit gemütlichen Sesseln, einer kleinen normalen Theke, und einer halbrunden Theke, die sich über die Reling des halbrunden Hecks zieht, und von der aus man einen herrlichen Blick aus dem Schiff heraus hat. Davor stehen viele runde Barhocker, und alle sind frei. Der Blick ist von allen Barhockern aus ebenfalls mehr oder weniger gleich. Eine junge Frau ist hier unterwegs, mehr noch ein Mädchen, dünn, Typ brotlose Studentin mit dicker Brille. Die Art, wie sie ihre Tasche umklammert hält, lässt sie als weniger offenen Menschen erscheinen. Sie visiert nun die Theke am Heck an, läuft nach rechts, läuft nach links, läuft nach rechts, läuft nach links - noch immer sind alle Barhocker frei - läuft nach rechts, läuft bis halblinks, bleibt stehen, zögert, gibt sich einen Ruck und besteigt zielstrebig den einzigen Platz, wo auf der Theke ein Aschenbecker steht. Den einzigen. Woraufhin sie den Aschenbecher wütend auf die Seite schiebt. Kein Kommentar.


Ich hätte noch Dutzende Geschichten, aber allmählich sollte ich die Überschrift erklären. Ich bin auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen zum schreiben. Die Kabine ist noch nicht fertig, die Cassablanca-Bar menschenleer (was gut ist), aber es wird doofe Musik gespielt, was schlecht ist, also fahre ich nach Deck 8, zur Kopernikus-Bar im Freien, weil es da Tische gibt und meistens Ruhe herrscht. Meistens. Heute stehen vor der Backbord-Tür die Sous-Chefs, das sind die Köche mit den hohen Mützen. Ich gehe durch die Steuerbord-Tür, finde einen freien Tisch und wundere mich schon, dass keiner nach meinen Wünschen fragt. Ich sehe mich um, und finde auf dem großen, runden Podest in der Mitte des Decks nicht nur die Sous-Chefs, sondern auch die Reiseleiter, die Offiziere, sämtliche Kellner und Barkeeper, die normalen Köche, von denen viele eine Buchstabentafel bei sich haben - was steht da? - REVCKÜT CAHN REMER - klingt türkisch, inzwischen ist auch ein Fernsehteam eingetroffen, dazu die Offiziere und ein paar Maschinisten, ich kann die Schilder kaum noch sehen - ERCÜVKT HACN ERREM - oder so ähnlich. Es ist ein Riesentohuwabohu auf dem Deck, keine Ruhe zum schreiben, aber interessant - das Deck bebt, alle 64 Köche treten an, in fast schon militärischer Formation, dazu zwei Dutzend Küchenhilfen. Als auch noch Captain Morten Hansen mit einem Megaphon erscheint, ordnet sich das Chaos, denn irgendwie hören sie alle auf den Befehlston des - nein, des Küchenchefs - wer hätte das gedacht. Die Jungs mit den Buchstaben haben sich sortiert und halten sie in der richtigen Reihenfolge hoch, die Mädchen und die Jungs vom Housekeeping stehen inzwischen winkend eine Etage höher, der Fernsehregisseur ist zufrieden, und jetzt wird die mühevoll arrangierte Szene gefühlte zehnmal aufgezeichnet: Der Captain ruft in sein Megaphon: "Verruckt nach Meer!" und etwa 300 Kehlen brüllen zurück: "VERRRUCKT NACH MEER!"

Crazy!

Montag, 12. November 2018

Das letzte Land

Ein neuer Tag, die Sonne scheint, das Schiff liegt im Hafen und die Leine hält. Wir sind in Split, das liegt in Kroatien und ist das letzte Land, also, auf dieser Reise. Obwohl zurück in der EU, sieht es hier ziehmlich beschissen aus. Das liegt aber nur an den hartnäckigen Hinterlassenschaften der zahlreichen riesigen Möwen, die es sich hier gut gehen lassen. Wenn man in die Stadt geht, wird es langsam besser. An einen modernen Fährhafen und verschiedene knallbunte Verkaufsstände - auch für diverse Dienstleistungen - schließt sich eine schöne großzügige Strandpromenade an, mit modernen Gebäuden, Cafés, Läden, Palmen und unfassbar vielen Sitzbänken. 



Wagt man sich, weg vom Meer, hinter die erste Gebäudereihe vor, wird man belohnt mit dem Anblick von engen Gäßchen, kleinen Plätzen, hübschen kleinen Läden, ähnlich wie in Kotor, nur ohne Katzen. Klar, die wohnen ja alle in Montenegro. Was aber hier auffällt: alles ist sehr, sehr teuer. Und wie seltsam sie das €-Zeichen schreiben! Sieht fast aus wie ein K. Ist es auch, und steht für die Landeswährung Kuna. Ich hatte es nicht gewusst vor heute morgen, als ich die Länderinfo gelesen habe, die man täglich in den Briefkasten bekommt. Kroatische Preise teilt man durch sieben, dann hat man den Eurowert. Natürlich nehmen sie den Euro an, zum korrekten Wechselkurs. Und mit etwas Glück bekommt man auch das Wechselgeld in Euro. Plötzlich ist das Preisniveau in etwa wie in Montenegro, also geringfügig günstiger als in Deutschland.

Das Allerletzte

Montag morgen, 9.30 Uhr. Ich genieße das wirklich sehr gute Frühstücksbuffet (das es gut ist, sollte man für 18€ auch erwarten). Eine halbe ...