Donnerstag, 14. November 2019

Was für ein Seetag!

Auch heute steht im Programm wieder "Erholung auf See". Zugegeben - viele haben es nötig, denn die Seekrankheit hat um sich gegriffen. Sogar einige der Aufzüge sind unpäßlich und versagen ihren Dienst. Das Meer schüttelt das Schiff ungeniert weiter durch, aber kein Problem, die Hälfte der Biskaya haben wir schon hinter uns. Oder leider noch vor uns, ganz nach Wohlbefinden und Lebenseinstellung. Immerhin geht es den Aufzügen nach und nach besser, und der Kreuzfahrtdirektor hält seine aufmunternde Morgenansprache, in der er darauf hinweist, dass wir zwar eine ganze Reihe von Seekranken, aber zum Glück keine Verletzten haben. Die Seekranken können gerne Tee und Zwieback auf die Kabine bestellen. Allerdings sei aufgrund der hohen Nachfrage mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen. Und dann beendet er seine Ansprache mit dem Versprecher des Tages: "wir wünschen insbesondere unseren seekranken Gästen weiterhin guten Appetit!". Stille. Gelächter von überall. Stille. Als er sich entschuldigt, hört man es auch auf der Brücke kichern, und selbst Captain Hansen muss danach zweimal ansetzen, ehe er seine morgendliche Begrüßung über die Lippen kriegt. Er erklärt, dass wir mit dem Sturmtief noch Glück hatten, weil es uns nicht voll getroffen hat. Es hätte weit schlimmer kommen können. Na danke, denke ich mir. Ja, und dem Schiff gehe es gut, und leider müsse man halt mal mit schlechtem Wetter rechnen um die Jahreszeit. Da hat er wohl Recht. Ja, und das schlimmste hätten wir schon hinter uns.

Aber manchmal, da täuscht sich sogar Captain Morten Hansen.

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