La Palma ist eine kleine Insel, und sie hat auch nur einen kleinen Hafen mit einem einzigen kleinen Schlepper. Und wenn dann gleich drei Kreuzfahrtschiffe kommen, muss man sie entlang der einzigen größeren Kaimauer auch ordentlich anlegen. Nur wie? Sinnvoll wäre es zum Beispiel, das Schiff, was am längsten bleibt, ganz hinten einzuparken, und das, was als erstes weg muss, ganz vorne. Das könnte Sinn machen, sähe aber vielleicht nicht so schön aus. Man könnte auch das Schiff, das zuerst kommt, ganz hinten anbinden, das zweite in der Mitte, und das letzte vorne. Das geht am leichtesten, sieht aber auch nicht so schön aus, denken die Insulaner. Und so werden die Schiffe der Größe nach angebunden: das größte, die Queen Victoria, zuerst, dann wir, dann die Ocean Queen. Alle dicht hintereinander, was ganz schön aussieht. Als es regnet, kann man sehen, dass die Kreuzfahrt-Unternehmen das mit der Ordnung auch verstanden haben, denn man kann schon von ganz weitem erkennen, zu welchem Schiff die Passagiere gehören: die von der QV haben rot-weiße Regenschirme, unsere welche in türkis, und die von der OQ haben gar keine. Wahrscheinlich ist das Schiffchen zu klein dafür.
Als wir dann losfahren wollen, scheint es, dass Ordnung nicht immer das Leben leichter macht, denn die Schiffe sind sehr eng hintereinander an der Pier vertäut. Aber alles Quatsch, moderne Schiffe haben gegenüber Autos einen Riesenvorteil: sie können Parklücken auch quer befahren und verlassen. Und so sind wir bald wieder unterwegs, um eins der schönsten Ziele unserer Reise zu besuchen: die Blumeninsel Madeira.

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