Mittwoch, 12. Februar 2020

Flottentreffen


Früher Morgen, und wir sind immer noch auf hoher See. Was ja nicht weiter verwundert, denn der Weg zu den Azoren war weit. Warum also sollte der Rückweg es nicht auch sein? Obwohl - unser heutiges Ziel ist Madeira, was auch nicht gerade an der Küste liegt, und so ist es tatsächlich so: zu den Azoren waren wir zwei Tage unterwegs, zurück nur eineinhalb. So sind die gestern beschriebenen 3 1/2 Seetage einer einwöchigen Reise entstanden. Viele Gäste werden das Schiff auf Madeira verlassen, aber erst morgen, denn wir bleiben einen Tag, zwei Nächte, einen Vormittag und einen Nachmittag. (Wer sich sowas immer ausdenkt…) Mit dem Nachmittag fangen wir an, denn bis dahin werden wir wohl da sein. Sehen kann man die Insel inzwischen, und das Wetter ist auch schön. 

Ein paar Stunden später sind wir da. Wir parken rückwärts ein (das tun in diesem engen Hafenbecken alle „erwachsenen“ Schiffe und werden direkt vor unserer „Kollegin“ Mein Schiff 3 festgebunden. Sofort verlassen viele der Gäste, die morgen abreisen, das Schiff, um heute Nachmittag noch möglichst viel von Madeira zu sehen, sei es per Ausflug oder auf eigene Faust. Wer nicht aussteigt, macht das entweder auch oder geniest die Ruhe auf dem Pooldeck. Aber nicht lange, denn der Kreuzfahrtdirektor bittet wortreich darum, dass in einer halben Stunde, wenn die MS3 los fährt und an uns vorbei kommt, wir alle mit den großen hellblauen Poolhandtüchern winken, die man leihen kann, um die Leute auf dem anderen Schiff zu beeindrucken. 

Nach einer guten Stunde ist es dann so weit, und die ca. 600 übrig gebliebenen Passagiere bei uns an Bord tun ihr bestes. Allein, es nützt nicht viel, denn auf der MS3 hatten sie (natürlich) die gleiche blöde Idee. Und sie sind voll besetzt mit 2.500 Passagieren, die gefühlt alle lautstark mitmachen. Das ganze wird noch untermalt von den beiden Schifsssirenen, die abwechselnd dafür sorgen, dass man uns in ganz Funchal hört. Was für eine Gaudi!




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