Montag, 14. Oktober 2013

Waterworld

Nein, hier geht es nicht um die erfolglose Endzeitgeschichte von Kevin Costner. Naß können wir selbst. 
Es ist ein wundervoller Morgen, warm, nicht heiß, sonnig, aber keine Blue Box am Himmel. Gemäß der alten Baderegel: "bade bloß gleich nach dem Essen!" stürze ich mich direkt nach dem Frühstück in die sanft bewegten Fluten der karibischen Badewanne. Nicht lange, da graut dem Morgen. Eine dunkle Wolkenwand kommt von Richtung Haupteingang auf das Hotel zu, bekommt an der Rezeption sein Armband umgemacht, schon geht es im Eiltempo zum Strand. Bis ich die Poolbar erreiche, sind die Schleusen auf. Ok, Ich war schon naß, aber Tasche und Badetuch sind trocken angenehmer. Die Poolbar hat ein Dach, aber sonst nur Säulen und zwei schmale Trennwände. Das sorgt dafür, daß bei wechselnden Windrichtungen jeder mal in der Strömung steht. Die Stimmung ist so feuchtfröhlich, daß die Mädels aus der Aerobicgruppe nur mühevoll zu überzeugen sind, auf der überdachten Bühne des Teatros weiter zu üben, und erst gehen, als die Trainerin kurzerhand die Musik ausschaltet und wegschwimmt - nein, ganz so schlimm ist es noch nicht. Hinter der Trennwand kommt plötzlich ein junger Mann herausgeflutscht, auf einem Bein und mit wild rudernden Armen, dreht eine halbe Pirouette und ist wieder verschwunden. Nachdem danach weder Aufschlag noch Schmerzensschrei zu hören sind, hat er sich für diesen Auftritt in der B-Note eine glatte 5,8 verdient.
Die Stimmung ist nach wie vor gut, weil, kalt ist es ja nicht. Und als der Barchef eine Runde Rum für alle ausgibt, wird sie noch feuchtfröhlicher, unter dem Dach und auch im Pool. Manch einer scheint enttäuscht, als der Regen gegn Mittag aufhört. Es hat aber auch einen Vorteil: so kommt man ohne Schlauchboot ins Restaurant.

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