Hallo Ihr Lieben, Euer Captain Spareribs ist wieder da. Kaum zu glauben, aber mein letzte Reise ist schon acht Monate her. Es wird Zeit, wieder einmal den heimatlichen Hafen zu verlassen, und diesmal sollte es etwas sein, das ich noch nie gemacht habe: ich setze mich in mein Auto, und fahre irgendwohin, wo es still und friedlich ist. Schön wäre ein nettes Zimmer im Gasthof einer kleinen Brauerei, wo das Bier schmeckt und das Essen gekocht wird wie bei Muttern (oder noch besser: Großmuttern). Idealerweise sollte das Ziel meiner Wünsche nicht allzu weit weg von zuhause liegen, also vielleicht in der Fränkischen Schweiz oder dem Allgäu. Aber weder hier noch da fand sich etwas geeignetes, es war alles ziehmlich häßlich oder unfassbar teuer. Oder auch beides. Und der wohlgemeinte Vorschlag (ich weiß schon gar nicht mehr, von wem er kam) meine Suche nach Thüringen auszudehnen, war mir dann doch zu abenteuerlich. Zum Glück hatte ich einen Plan B.
Während meiner letzten Schiffsreise hatte ich ein Land kennen gelernt, das große, unberührte Strände bietet, nette kleine Hotels, gutes Essen und kleine Preise. Wer schon dort war, gab lobende Worte von sich und würde wieder hin fahren. Und für mich war es im letzten Jahr der Abschluss meiner Sammlung von 50 besuchten Ländern. Dieses Land heisst Albanien, aber das war meinem Reisebüro zu abenteuerlich. Zum Glück hatte ich einen Plan C.
Angenommen, man wäre unterwegs in Richtung Albanien, bremst aber kurz zuvor. Dann befindet man sich in einem Land, das ungefähr so viele Einwohner hat wie Nürnberg und Fürth zusammen. Da es so klein ist, bietet man den Touristen maximal Tagesausflüge an (sogar nach Albanien), und währungsmäßig geht man hier ganz eigene Wege: obwohl noch immer kein EU-Mitglied, hatte man hier früher die D-Mark als offizielles Zahlungsmittel. Als der Euro kam, hat man einfach mit umgestellt. Und wenn man irgendwann doch in die EU eintreten darf, hat man das Währungsproblem schon einmal nicht. Dieses Land heisst Montenegro, und weil es schon lange vom Tourismus lebt, kann ich Plan D für mich behalten.
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