Dienstag, 12. Juli 2016

Abenteuer - 12. Juli 2016

Heute ist der letzte Tag, der Tag der Heimreise, und alles, was ich zusätzlich in meinem Koffer habe, sind eine Flasche Wein, ein paar Kühlschrankmagneten, und die Erfahrung, dass es mir schwer fällt, ernsthafte, dramatische Filmszenen zu schreiben. Irgendwie schleichen sich immer wieder irgendwelche Gags ein, die zwar saulustig sind, aber unerwünscht. Dennoch habe ich viel geschafft, und darf jetzt auf dem schnellsten Weg wieder nachhause.



Nach dem Frühstück will ich an der Rezeption meine Nebenkostenrechnung bezahlen. Der geforderte Betrag entspricht nicht dem von mir errechneten, und der Grund dafür ist schnell gefunden, zumal ich ihn 120%-ig erwartet habe: Meine Reise war gebucht über TUI, und einer der darin enthaltenen Vorteile lautete: 20% Rabatt auf Minibar und à-la-carte-Restaurant. Das wurde nicht berücksichtigt, und nach kurzer Diskussion der Rezeptionsangestellten untereinander nennt man mir eine neue, günstige Summe mit der Erklärung: "Sie haben Recht. TUI-Gäste bekommen auf alles 20%!". Das hatte ich so nicht gesagt, akzeptiere es aber gern und bezahle die Rechnung aufgerundet.
Dann kommt auch schon der Fahrer, der mich nach Dubrovnik bringen soll. Pünktlich, wie erwartet. Wieder habe ich den Kleinbus für mich alleine, und wieder benutzen wir den kleinen Grenzübergang von Montenegro nach Kroatien. Als ich meinen Reisepass zurück kriege, komme ich ins überlegen: Letztes Jahr, mit der "Artania", hatte ich das Schiff in Kroatien wegen dem schlechten Wetter nicht verlassen, aber es lag in kroatischen Gewässern. War ich nun in diesem Land? Mitgezählt hatte ich es nicht. Genauso wenig vor einer Woche, als ich den kroatischen Boden nur für wenige Schritte betreten hatte, um den Kleinbus zu besteigen. Heute wird es auch nicht mehr, doch in meinem Reisepass finde ich einen frischen kroatischen Stempel. War man in einem Land, wenn dessen Stempel im Reisepass ist? Ich glaube, ein "nein" wäre schwer zu erklären. Damit ist Kroatien Nummer 51. 
Den Flughafen in Dubrovnik erreichen wir sehr früh, und nach drei Stunden betrete ich zum ersten mal ein Flugzeug der Austrian Air, das mich zunächst nach Wien bringen soll, und danach ein anderes nach München. Eine Stunde später gäbe es einen Direktflug der Lufthansa nach München, und auch nach Nürnberg, und was sich die TUI bei der Flugplanung gedacht hat, möchte ich gar nicht hinterfragen. Also, ich betrete ein Flugzeug der Austrian Air, und hier ist so manches anders. Die Musik spielt Klassiker vom Walzerkönig Strauss und die Top Ten von Mozart. Die Flugbegleiterinnen tragen die Nationalfarben, sogar die Strumpfhosen sind rot. Anstatt einem Sandwich bekommt man ein Päckchen leckere Wanner-Waffeln, und alle haben sie einen so schönen Dialekt. Eine der Stewardessen sieht sehr orientalisch aus, da macht sich der Dialekt besonders gut. Und ich habe zum ersten Mal im Leben einen Platz am Notausgang, d.h. doppelt so viel Platz wie die Beine lang sind. Dafür darf man in dem Bereich das iPad nicht benutzen, aber egal.
Und jetzt kommt's. Der Captain erzählt irgend etwas von fertig, aber keine Freigabe, weil man in Wien sehr schlechtes Wetter erwartet. Kurz danach geht es los, und alles ist gut.

Liebe Freunde, eigentlich wollte ich mich an dieser Stelle von Euch verabschieden für diesmal, denn der Flug von Wien nach München und dann S-Bahn/ICE/Taxi ist nicht spektakulär, also tschüss dann bis Oktober, aber weit gefehlt. 

Klickt morgen wieder rein, es lohnt sich, denn:

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