Freitag, 8. Juli 2016

Abenteuer - 8. Juli 2016

Wie zumindest ein Teil von Euch weiß, habe ich nach einer Reise zu einem Ort gesucht, wo ich einerseits weit weg bin vom Alltag zuhause, und andererseits Ruhe und Frieden habe, um an meinem neuen Drehbuch zu schreiben. Und zu diesem Thema werfe ich Euch jetzt drei kontraproduktive Schlagwörter zu: Hauptsaison - viele Kinder - Russen.
Tief Luft holen. 
Das mit der Hauptsaison hätte einem das Reisebüro vielleicht mitteilen können. Vielleicht mangels Wissen aber auch nicht, denn hier in Montenegro gibt es beispielsweise drei Hauptsaisons: eine im Herbst, da kommen die Deutschen. Eine zum Jahreswechsel, wer auch immer da kommt. Und eine jetzt, da sind die Russen da. Mit vielen Kindern.
Kommen wir zu den Vorurteilen.
1. In der Hauptsaison ist es teuer. Das stimmt so nicht ganz, jedoch ist Montenegro generell etwas teurer als es sein müsste, weil sie den Euro nicht nur benutzen, sondern sich auch dem Preisniveau der Euroländer angepasst haben. Ohne die beiden Rabatte hätte ich diese Reise nicht gebucht.
2. Viele Kinder machen viel Lärm. Stimmt meistens, hier jedoch nicht. Bis auf gelegentliches Babygeschrei ist alles in einem fast beängstigend disziplinierten Rahmen. Faszinierend, dass selbst ganz kleine Kinder schon russisch können. Gestern hat mir ein vielleicht fünfjähriges Mädchen irgend etwas auf russisch erzählt. Das hat sich so hübsch angehört, ich hätte ihr stundenlang zuhören können. Ohne ein einziges Wort zu verstehen, klar.
3. Wo Russen Urlaub machen, halte Dich besser fern. Vor nicht allzu langer Zeit, als die (touristische) Welt im nahen Osten noch in Ordnung war, gab es in Ägypten Hotels, die keine russischen Buchungen mehr akzeptierten, weil immer nur Saufgelage waren und Stress. In diesem Hotel hier, mit mindestens 95% russischen Gästen, hatte ich am ersten Abend die Bar für mich allein. Es ist im Speisesaal und überall sonst zu jeder Zeit ruhig. Jedes kleine Kind wird sofort ermahnt, wenn es zu laut wird. Am Buffett ist man höflich und rücksichtsvoll. Das einzige: man bleibt unter sich. Aber kein Wunder, die Sprachbarriere!
Am besten wird die Stimmung hier symbolisiert von dem heutigen Foto, das die relaxte Stimmung in diesem Hotel wiederspiegelt. Für jeden ist genug Platz und Ruhe vorhanden.


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