Heute ist ein seltsamer Feiertag. "Hallo, Wien!" heißt er, oder so ähnlich. Dafür haben sie extra wochenlang nicht abgestaubt, und alle Spinnweben und alte Kürbisse aufgehoben. Das sieht aus, sage ich Euch. Im Vorgarten von der Rezeption haben wir jetzt sogar einen Friedhof, und alle fürchten sich vor dem Abend. Möglicherweise auch, weil gerade interne Hoteltester im Haus sind. Die haben vielleicht ein Timing!
Ich habe heute früh ein paar Szenen für meinen Film gedreht, aber vor dem RIU-Hotel, die haben so schöne Felsen.
Danach hatte ich ein Fotoshooting mit meiner alten Bekannten Esmeralda. Wer das ist? Nun, wenn ihr euch noch an die DVD-Hülle von "Mein Urlaub und ich" erinnern könnt, da sitzt sie auf meinem Kopf: ein junger, zarter, kleiner Grünkopf-Leguan, federleicht und schüchtern. Trotzdem hat sie aufgrund ihrer schnittigen Drachen-Optik viele Leute eher abgeschreckt. Heute ist sie erwachsen, und nicht in allen Richtungen gleich stark gewachsen, also nicht sehr viel länger, deutlich höher und viel breiter. Sehr viel schwerer ist sie seltsamerweise nicht geworden. Und mit ihrer Kuscheltieroptik ist sie nun der erklärte Star bei allen Kindern. Vergessen sind Ara und Äffchen. Sind die kleinen Mädchen früher noch manchmal davon gelaufen, stehen sie jetzt Schlange, um sich mit ihr fotografieren zu lassen. Da stören auch die langen Krallen nicht, mit denen sie sich gerne mal in Haare und Kleidung hängt. Da sieht man es mal wieder: eine Model-Figur ist nicht alles.
Gegen Mittag setzen sie den Halloween-Vorbereitungen noch eins drauf: wegen eines Stromausfals kann das Hauptrestaurant nicht öffnen, und die kann Rezeption die neuen Gäste nicht problemlos einchecken. Hoffentlich haben sie die Schlüsselkarten vorher programmiert, sonst müssen die armen Leute vor der Tür bleiben!
Jetzt wimmelt es im (einzig verbliebenen) Strandrestaurant natürlich von Gästen, aber auch von Köchen, Kellnern und Extraputzen, so daß man eigentlich gar nicht merkt, was im anderen Hotelteil für eine Ausnahmesituation herrscht. Wieder einmal kann ich die Flexibilität des Hotelpersonals nur bewundern.
Das Halloween-Programm dagegen ist eher dürftig: ein paar nette Kürbisschnitzereien, leicht gruselige Dekorationen im Speisesaal, und das war's dann schon. Halt - ab und zu kommen ein paar schwarz verkleidete Animateure, um die Gäste zu erschrecken. Aber nicht allzu sehr, denn viel heller sehen sie im "Normaletrieb" auch nicht aus.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen