Freitag, 19. Oktober 2012

Geräusche

Heute herrscht brüllende Hitze. Das paßt ganz gut, denn in diesem Land ist irgendwie alles laut, doch davon später mehr.
Nach einem tierischen Frühstück (diesmal hat der dicke Hahn zwei gackernde Hennen dabei. Dafür ist er selber ruhig. Wie bei den Menschen halt) stelle ich den Rezeptionisten vor das für ihn unverständliche Problem, daß ich 2 Stunden Internetzeit haben möchte, aber einzeln. Er fragt mehrfach nach, um dann im Büro das gewünschte (in Form von gedruckten Zettelchen mit Passwort) zu holen. Das wird im Hintergrund auch noch einmal akribisch geprüft (nehme ich an), denn als er wieder kommt, ist die hinter mir wartende Menschenmenge ziemlich angewachsen. Aber alles Amerikaner, die sind daran gewöhnt, auch mal vor einem leeren Restaurant anzustehen und zu warten bis sie dran sind, in der Regel ohne murren und knurren.
Beim hochladen meiner Posts sehe ich, daß ich jetzt einen 2. follower habe. Vielleicht ist das gar keine Neuigkeit, und ich hatte es nur nicht gesehen, auf jeden Fall: Willkommen, Hans-Jörg und Kerstin!
Auch wenn das keine sehr gelungene Überleitung ist: zurück zum Thema "laut". Also früher, da hatten wir das große Strandrestaurant, da wurde Merengue gespielt, und im kleinen Bachata, und am Pool dieser Lärm, zu dem unsportliche Mädels jeder Alters- und Gewichtsklasse so unkoordiniert wie möglich die eleganten Bewegungen des körperlich phantastisch definierten Vorturners nachzuempfinden versuchen...könnt Ihr mir noch folgen? Ok., dann habt Ihr mir etwas voraus, also, von Aerobic ist die Rede.
Jede Lärmquelle hatte ihr eigenes kleines Reich, und am Strand war Ruhe, bis auf die Hubschrauber. 
Heute spielen sie Bachata im großen Restaurant, Merengue in der Strandbar, Aerobic immer noch am Pool, aber die neuen, größeren, Lautsprecher stehen jetzt woanders, und wenn man Glück hat und einen guten Platz ergattert, hört man alles auf einmal. Häufig singen die Kellner, und auch die stets fegenden und wischende Putzfrauen bei der Arbeit. Das ist eigentlich schön, aber sie fangen immer ganz spontan und laut damit an, davon dreimal genau hinter mir. Das ist nicht gut für das Herz!
Am Strand hört man jetzt auch noch das Gebrüll der Animation. wegen der neuen Lautsprecher.
Aber nachts, da ist es still. Außer um 3:15, wenn die Disco zugemacht hat, und Horden besoffener Amerikaner laut singend und gröhlend ihren teuren Appartements im Nachbarhotel Iberostar Bavaro zustreben. Was die in unserer Disco machen? Naja, die haben keine. Dort ist alles ganz anders: keine Animation, kein Merengue, noch nicht einmal Kinder sind erlaubt, dafür muß man abends in Anzug und Abendkleid erscheinen. Aber ruhig ist es da. Kein Wunder, da wohnt auch fast niemand.


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