Ich fühle mich fast wie Zuhause: das Zimmer in meiner Hütte ist nahezu identisch mit dem von vor zwei Jahren ("mein Urlaub und ich"), mit Ausnahme von einem größeren Fernseher auf dem Sideboard, einem kleineren Eiswürfel in der Minibar, statt einem riesigen Bett gibt es zwei große, und der Balkon beherbergt außer Sofa und Tisch nun auch noch zwei Stühle.
Die Hütte liegt zentral in der Hotelanlage, d.h. Es ist überall gleich weit hin und nirgendwo nahe. Man kann halt nicht alles haben. Immerhin wohne ich in der oberen Etage. Die offizielle Begrüßung durch die Reiseleitung heute morgen, zusammen mit dem üblichen Ausflugsbasar habe ich dank der Zeitumstellung verschlafen. Wie kann man so etwas mitten in der Nacht ansetzen, also um 10.30 Uhr? Aber egal, ich wäre sowieso nicht hingegangen.
Inzwischen hat jemand einen Briefumschlag unter meiner Tür durchgeschoben. Darin ist eine Einladung zum Stammgäste-Cocktail für morgen Abend. Schon wieder ein Termin, aber immerhin nicht so früh.
Die Landschaft am Strand zeigt sich ziemlich verändert: Das Restaurant hat keine Wände mehr und dafür neue Möbel, aus dem Holzcontainer mit Kühlschrank und Getränkeausgabe ist eine schicke Strandbar mit überdachter Terrasse geworden, und die noch immer sauber gefegten Wege zum Nachbarhotel, dessen Einrichtungen man mitbenutzen kann, und wo auch mein Lieblingsrestaurant liegt, enden an einem Bretterverschlag, wo etwas von Renovierung steht. So etwas sollte man eigentlich vorher wissen, oder?
Immerhin - der Strand ist noch fast der alte, auch wenn die letzten Stürme wohl einiges weggeknabbert haben. Aber trotzdem ist noch mehr als genug Platz für alle, auch für die vielen Algen. Ach nein - die werden gerade weggebaggert. Das haben haben wir so auch erwartet.
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