Nachdem ich gestern meine Nase sehr viel im Wind hatte und sage und schreibe sechzehn(!) Schiffe weit zu Fuß gegangen bin (das ist sehr viel für mich), setze ich mich heute ganz still in eine Ecke, und gehe einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach: dem Beobachten von Mensch und Tier. Die Tierwelt gibt nicht viel her: die Vögel hört man eigentlich nur, und die Katzen tun das, was Katzen eigentlich immer so machen, nämlich essen und schlafen. Bis auf eine, die hat ein Hobby. Sie sitzt vor der Treppe zum Restaurant auf einem Liegestuhl und schreit Menschen an.
Viele menschliche Gäste sind paarweise erschienen in jeder denkbaren Kombi: Mann-Frau in allen Alters- und Gewichtsklassen, Mann-Mann, jung und stylish, und in Frau-Frau, jung, gutaussehend und äußerst elegant, hatten wir am Samstag sogar eine Hochzeit hier.
Kommen wir zu den Familien. Neben dem Klassiker Vater-Mutter-Kind im Alter von 0-Teenager (auch mit zwei Kindern) sieht man sehr häufig auch den Inhalt kompletter Mehrgenerationenhäuser hier. Das Maximum an Großfamilie, das ich bisher gesehen habe, waren Vater, Mutter, vier Töchter (1,4,15,16, geschätzt), Tante und die Oma. Tatsächlich gibt es so große Familien nicht selten hier. Aber wenn, sprechen sie meistens spanisch, manchmal auch englisch.
Zum Schluss noch zwei Spezialformen: ein Engländer hat mir erzählt, dass er mit Frau und Schwiegermutter hier ist. Sehr glücklich hat er darüber nicht gewirkt.
Und gestern habe ich Familie Feuerlöscher kennen gelernt, es war eine sehr angenehme Bekanntschaft. Die drei hängen hier einfach nur so rum.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen