Heute liegt ein ebenso emotionaler wie anstrengender Ausflug vor mir. Die antike Stadt Pompeji, die 79 n.Chr. bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv untergegangen ist, steht auf dem Programm. Die Tender bringen uns an die Küste von Salerno, dessen Anblick mit den sofort stark ansteigenden Höhenzügen und aufregend aussehenden Brückenkonstruktionen für Straßen sowie Eisenbahn irgendwie an die elektrischen Spielzeug-Eisenbahnanlagen meiner Kindheit erinnert. Aber dies ist heute nicht unser Ziel. Die Busse bringen uns in flotter Fahrt nach Pompeji, dessen Augrabungsstätte jährlich von zwei Millionen Menschen besucht werden. Nicht wenige davon scheinen heute da zu sein, denn es geht bereits am Eingang mehr als eng zu.
Die einzelnen Besuchergruppen werden durch die Hauptstraße geschleust, vorbei an einer Vielzahl von noch gut erkennbaren Gewerbebetrieben wie Bäckereien, Färbereien und Walkereien sowie zahllosen Gasthäusern, bis hin zu den Stabianer Thermen,den ältesten Thermen von Pompeij.
Irgendwann verliere ich den Überblick über das, was der Fremdenführer unablässig erklärt, ich bin nur noch damit beschäftigt, weder über meine eigenen Füße zu fallen, noch jemand anderen in unmittelbarer Nähe zu treten. Doch dann ist der so kurze wie berührende Rundgang durch die Vesuv-Kathastrophe vorbei, und irgendwie bin ich froh darüber.

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