Montag, 22. Oktober 2012

Was ist los?

Heute liegt etwas in der Luft, d.h. im Nachgang waren da gewisse Auffälligkeiten: jeder Hotelangestellte fragt einen nach seinem Befinden, sogar die Putzfrauen (von denen tun sich manche schwer, weil sie als Haitianerinnen ungefähr so viel Spanisch verstehen wie ich), der Elektriker, der mich wegen Stromausfall heute morgen schon gesehen hat, kommt - zumindest von mir - unaufgefordert nochmal, um eine eigentlich überflüssige Glühbirne zu wechseln (nebenbei ein Lob an das Hotel: sie hatten schon vor zwei Jahren keine wirklichen Glühbirnen mehr, sondern nur Halos, Leuchtstoffröhren und wirklich sehr gute Energiesparlampen. Inzwischen wurden viele Außenleuchten und ein Teil der Bühnenscheinwerfer auf LED umgestellt), jeder Barkeeper tut so, als ob man schon seit Jahren zusammen um die Häuser zieht, und auch der Kir Royal enthält wieder eine leckere Cocktailkirsche. Was war los?
Beim Abendessen zeigt sich ganz allmählich, was gebacken ist: neben den vielen blau-gelb gekleideten Kellnern beiderlei Geschlechts sowie Putzfrauen, die immer da sind, wuseln heute ein paar junge Damen in schicken roten Hoteluniformen herum. Das sind keine Aushilfen aus dem benachbarten RIU-Hotel, und sie bringen auch keine Getränke, sondern Zettel und Stifte. Aha, heute ist Gästebefragung! Daher die Extramühe. Sogar der Chefkoch kommt bei jedem Gast mehrmals vorbei und fragt, ob alles ok ist. Dabei wäre er in der Küche besser aufgehoben. Die Schweinshaxe, die heute von einer freundlichen Köchin abgeschnitten wird (hallo Rainer, der Gag musste nochmal sein), ist nämlich furztrocken. 
Zum Schluß ein kleiner Ausblick für alle, die noch nicht eingeschlafen sind: morgen mache ich meinen ersten Ausflug. Danach gibt es bestimmt etwas cooles zu berichten.


Sonntag, 21. Oktober 2012

Freunde

Der beste Freund des Menschen, so sagt man, ist der Hund. Und der beste Freund des kreativen Urlaubers? Na, in meinem Fall sicher der iPad! Oder das iPad? Oder etwa die iPad? Spezifische Geschlechtsmerkmale konnte ich noch nicht feststellen, aber wenn ich so recht überlege: stellen wir uns einen weiblichen Teenager unserer Tage vor, einen der unten Gewichtsklasse, denken uns Arme und Beine weg, den Kopf auch, und betrachten Länge x Breite x Höhe, setzen das im Verhältnis zu den Abmessungen des iPad, also, gewisse Ähnlichkeiten würde ich da schon erkennen...
Nein, ich glaube, Computer sind schon immer männlich oder sächlich, schließlich heißt es ja auch der PC oder das Notebook.
Mit meinem kann ich zun Beispiel die Beiträge zu diesem Post schreiben, im Internet surfen, (Email-)Verkehr haben, Drehbücher schreiben, eBooks lesen, Spiele spielen, Filme anschauen (wenn ich welche hätte), Musik hören, Musik machen (ein komplettes 8-Spur-Tonstudio sowie eine gute Auswahl an Midi-Instrumenten sind dabei, da staunt Ihr!), und nicht zuletzt: fotografieren und filmen. Die beiden letzten Punkte zwar nur in eingeschränkter Qualität, aber für einen tierischen Schnappschuss (zum Beispiel kam gerade eine Schildkröte vorbei) reicht es allemal.
Einstiegsthema zurück kommen: vor vielen Jahren gab es einmal einen weiblichen Computer. Er war von Apple und hieß Lisa. über eventuelle Zickigkeit ist mir nichts bekannt.



Samstag, 20. Oktober 2012

Strandtag

Heute ist Strandtag. Warum ich das betone, weiß ich auch nicht, denn eigentlich ist jeder Tag Strandtag, dazu bin ich ja da. Aber erzählt habe ich noch nichts davon, da kommt jetzt: war man frühstücken, führt einen der Weg zum Strand direkt an der Handtuchausgabe vorbei, war man spätstücken, ist man schon am Strand und muß dann nochmal zum Pool, oder man behält das alte Handtuch. Dann entscheidet man sich zwischen Bar und Sonnenschirm. Unter dem Sonnenschirm kann man liegen, an der Bar nicht. Dafür kriegt man dort die Getränke gebracht. Ich hole mir ein Getränk und suche einen Sonnenschirm aus, wo es ruhig ist. Bis auf das feine Kreissägengeräusch aus dem Nachbarhotel, das im November neu eröffnet wird. Das Jahr haben sie sicherheitshalber nicht dazu geschrieben.
Ich gehe ins Wasser, was sich um die Tageszeit in den ersten Minuten etwas frisch anfühlt. Deshalb habe ich noch gewartet, aber genützt hat es nichts.
Das Schaukeln in den Wellen ist herrlich. Man hört nur das plätschern und rauschen des Meeres um einen herum und manchmal auch oben drüber, das sanfte Rotorgeräusch eines frühen Hubschraubers, sowie das weiche, leicht angestrengte Summen eines Motorboots, das sich damit abmüht, einen bunten Gleitschirm mit zwei daran baumelnden, gut genährten Touristen nach oben zu befördern. Die Wellen sind sanft, und alles ist ruhig und friedlich.
Da, plötzlich passiert es: kurz nach dem Durchgang jeder Wellenfront ertönt knapp hinter mir ein synchrones, vierstimmiges Quietschen. Als ich mich umdrehe, sehe ich mich einer knallbunten Luftmatratze gegenüber, auf der, eng nebeneinander, vier braune Mädchen hängen, alle noch knapp im einstelligen Bereich, und ihre Begeisterung über jede kleine Welle herausquietschen. Als ich zwanzig Meter weg bin, hört sich das ganz niedlich an. Für kurze Zeit bleibt mir Gelegenheit zu signieren, welches Getränk ich als nächstes zu mir nehmen könnte, als die nächste Störung in Form von zwei jungen deutschen Mädchen das Meer besucht. Woher ich weiß, daß sie deutsch sind? Nun, wer schreit denn sonst Sachen wie "eine Welle - schon wieder eine! Scheiße, ist die hoch" (30cm, Anm. d. Verf.), etc., etc.
Nach kurzen Schwimmversuchen hüpfen die beiden nur noch im gut knietiefen Wasser herum (da, wo sich die Wellen brechen). Während die beiden auf ihre Art philosophieren, was passiert, wenn man den Kopf unter Wasser bekommt, und ich mir denke, daß zumindest Mund halten davor bewahren könnte, voll zu laufen, wird es Neptun offenbar auch zu viel. Ich fühle mich fast einen Meter hochgehoben (sicher nicht wegen der besseren Aussicht), und als die Welle die Mädchen erreicht, sind sie erst einmal still (vermutlich, da unter Wasser), und liegen hustend auf dem Strand, als sich die Gischt zurückzieht. Nach einiger hastigen Kontrolle, ob die Bikinis noch richtig sitzen, beschließen sie, zum Pool zu wechseln. Manchmal ist das Leben gerecht.
Nach einem weiteren Drink und einem Schläfchen im Liegestuhl bekomme ich Hunger, und sehe mir nach einem Aperitif das heutige Angebot an. Grundsätzlich gibt es außer frisch gegrilltem und Salaten immer die Reste des Abendessens vom Vortag, unter anderem Sardinen, die aussehen, als ob sich meine Katzen darüber freuen würden. Aber sie riechen nicht so, und schmecken gut. Der Kartoffelbrei dagegen ist mir suspekt, aber wenigstens ist das Bier frisch. Der Caipi auch.
Vom Nebentisch lächelt mich ein süßlicher Mann süßlich an. Aber ich stehe nicht auf Männer. wenn überhaupt noch, dann auf Frauen. Als ich auf die Toilette komme, steht da eine, schreit laut "olà", verschwindet in einer Kabine und fängt laut an zu singen. Nein, ich habe keine Tür verwechselt, das war die Putzfrau.
Als ich zurück bin, frage ich den Kellner nach einem Tequila Sunrise und nach der Uhrzeit. "two Sixty-Five" meint er, und langsam wird es Zeit zu gehen.
Auf dem Heimweg merke ich, daß mir meine Zimmernummer entfallen ist, aber ich weiß noch, wo die Hütte liegt: Gleich hinter dem Springbrunnen links. 
Und während ich einschlafe, denke ich mir noch: flüssige Ernährung ist auch keine Lösung...



Freitag, 19. Oktober 2012

Geräusche

Heute herrscht brüllende Hitze. Das paßt ganz gut, denn in diesem Land ist irgendwie alles laut, doch davon später mehr.
Nach einem tierischen Frühstück (diesmal hat der dicke Hahn zwei gackernde Hennen dabei. Dafür ist er selber ruhig. Wie bei den Menschen halt) stelle ich den Rezeptionisten vor das für ihn unverständliche Problem, daß ich 2 Stunden Internetzeit haben möchte, aber einzeln. Er fragt mehrfach nach, um dann im Büro das gewünschte (in Form von gedruckten Zettelchen mit Passwort) zu holen. Das wird im Hintergrund auch noch einmal akribisch geprüft (nehme ich an), denn als er wieder kommt, ist die hinter mir wartende Menschenmenge ziemlich angewachsen. Aber alles Amerikaner, die sind daran gewöhnt, auch mal vor einem leeren Restaurant anzustehen und zu warten bis sie dran sind, in der Regel ohne murren und knurren.
Beim hochladen meiner Posts sehe ich, daß ich jetzt einen 2. follower habe. Vielleicht ist das gar keine Neuigkeit, und ich hatte es nur nicht gesehen, auf jeden Fall: Willkommen, Hans-Jörg und Kerstin!
Auch wenn das keine sehr gelungene Überleitung ist: zurück zum Thema "laut". Also früher, da hatten wir das große Strandrestaurant, da wurde Merengue gespielt, und im kleinen Bachata, und am Pool dieser Lärm, zu dem unsportliche Mädels jeder Alters- und Gewichtsklasse so unkoordiniert wie möglich die eleganten Bewegungen des körperlich phantastisch definierten Vorturners nachzuempfinden versuchen...könnt Ihr mir noch folgen? Ok., dann habt Ihr mir etwas voraus, also, von Aerobic ist die Rede.
Jede Lärmquelle hatte ihr eigenes kleines Reich, und am Strand war Ruhe, bis auf die Hubschrauber. 
Heute spielen sie Bachata im großen Restaurant, Merengue in der Strandbar, Aerobic immer noch am Pool, aber die neuen, größeren, Lautsprecher stehen jetzt woanders, und wenn man Glück hat und einen guten Platz ergattert, hört man alles auf einmal. Häufig singen die Kellner, und auch die stets fegenden und wischende Putzfrauen bei der Arbeit. Das ist eigentlich schön, aber sie fangen immer ganz spontan und laut damit an, davon dreimal genau hinter mir. Das ist nicht gut für das Herz!
Am Strand hört man jetzt auch noch das Gebrüll der Animation. wegen der neuen Lautsprecher.
Aber nachts, da ist es still. Außer um 3:15, wenn die Disco zugemacht hat, und Horden besoffener Amerikaner laut singend und gröhlend ihren teuren Appartements im Nachbarhotel Iberostar Bavaro zustreben. Was die in unserer Disco machen? Naja, die haben keine. Dort ist alles ganz anders: keine Animation, kein Merengue, noch nicht einmal Kinder sind erlaubt, dafür muß man abends in Anzug und Abendkleid erscheinen. Aber ruhig ist es da. Kein Wunder, da wohnt auch fast niemand.


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Mit den Hühnern frühstücken

Heute habe ich es hinbekommen: Frühstück in dem schmalen Zeitfenster zwischen 7:00 und 10:00 Uhr morgens, im frisch renovierten Hauptrestaurant. Der Gästebereich hat auch hier keine Wände sondern nur halbhohe Zäune, und aus dem Garten einerseits und den Wasserbecken andererseits ist dann schon einmal "tierischer" Besuch zu erwarten. Auch wenn sich die Flamingos und der Storch bisher zurückhalten, und die Schildkröten sowie die Karpfen ohnehin, werden die weißgedeckten Tische regelmäßig von kleinen schwarzen rabenartigen Vögeln von Krümeln gesäubert und manchmal von Zuckerpäckchen befreit, und als Highlight sitzt auf dem Zaun mir gegenüber ein dicker fetter Hahn und kräht mit beeindruckender Lautstärke. Ja, laut ist es hier leider: ein wundervoller Marmorboden, zusammen mit massiven Holzpfeilern, die leider aus Beton sind, bis hin zu den beiden riesigen glatten Dachflächen, geben eine Akustik, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Gut, daß ich niemanden zum unterhalten habe. Gegenseitiges Anschreien anstatt ruhigem Gespräch ist ja auch nicht so lustig.
Jetzt hätte ich fast noch den Hauptberuf des Restaurants vernachlässigt. Also, das Buffet, in einem klimatisierten Nebenraum und ohne Tiere, läßt kaum Wünsche offen. Eine wirklich große Auswahl an kalten und warmen Sachen, dazu einen Koch, der Eier und Omelette auf Wunsch macht, einen weiteren an einer Pfannkuchenstation, und eine Köchin, die Obst schneidet, wie man es möchte.
Mittags war ich nochmal dort, auch hier gab es nichts zu meckern. Frisch bekommt man hier Nudeln nach Wunsch, aber das macht ja eigentlich jeder. interessanter ist die Station, wo man Steak und Fisch frisch und wie man möchte bekommt, und eine weitere, wo vom ganzen Braten abgeschnitten wird (von einem Koch, also kein unappetitliches Gemetzel). Heute gab es Truthahn, dazu eine Orangensoße zum reinsetzen (sagt jemand, der die Soße normalerweise auch gerne mal wegläßt).
So, jetzt noch ein Caipi, und dann bin ich reif für den Mittagsschlaf!





Mittwoch, 17. Oktober 2012

Der neue Film

Heute ist schönes Wetter. Kein Wölkchen am Himmel, warm (wie immer), aber weniger schwül. Während ich den ersten Kaffee des Tages auf meinem Balkon genieße, bekomme ich Besuch von einem spatzengroßen (oder besser: spatzenkleinen) Vogel, der sich auch genau so bewegt. Allerdings hat er schwarz-weiß gestreifte Flügel und einen gelben Bauch. Leider gelingt es mir nicht, ihn zu fotografieren, er fühlt sich von dem erhobenen iPad wohl bedroht. Würden wir sicher auch, wenn irgendein Riese ein Garagentor auf uns richtet.
Heute ist so ein Tag, wo man etwas Neues versuchen könnte. So beschließe ich gleich zwei davon: 1. Frühstücken, und 2. im Hauptrestaurant. Das kenne ich noch nicht, denn bei meinem letzten Besuch wurde es gerade renoviert. Bis ich mich aber wirklich auf den Weg mache, hat es schon zu. Da ich heute keine Lust auf das Spätstück am Strand habe, vertreibe ich mir die Zeit bis zum Mittagessen mit dem sammeln von Informationen über mögliche Ausflüge, dem Kauf von neuen Badelatschen, und schreibe das Intro für meinen neuen Film. Er heißt:
QUEENIANA JONES
und das Geheimnis der Messingkugel




Wer mir zuerst schreibt, wie der Name entstanden ist, kriegt eine Einladung zur Premiere. Kleiner Hinweis: die Frage bezieht sich nicht auf den Teil mit der Messingkugel, denn das könnt Ihr nicht wissen.
Ich freue mich schon sehr auf Eure kreativen Antworten, als Kommentar im Blog, oder, wenn Ihr das nicht wollt, als Email, denn die lese ich auch.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Feuchtfröhlich

Ich bin Euch noch die Antwort zum dresscode für das Stammgästetreffen schuldig. Das bleibe ich auch, denn ich war nicht dort. Termin verpennt die zweite. Aber wozu habe ich Urlaub?
Heute schicke ich meine ersten Posts los, und hoffe, daß es auch funktioniert. Da es hier kein WLan auf den Zimmern gibt (aber immerhin Kabelmodems), bleiben zwei weitere Optionen: Internetcafé oder WLan-Zeit kaufen, die Stunde zu 7$, 2 Stunden zu 13$. Prima, nehme ich doch gleich 2! Falsch gedacht, denn die Zeit muß man auf einmal "absitzen". OK, wenn das so ist, poste ich also immer nur alle 3 Tage, das geht auch.
Die Internetverbindung, die man dann z.B. In der Hotellobby oder im Poolbereich nutzen kann, ist sogar einigermaßen flott (jedenfalls für die Karibik) und funktioniert ohne Aussetzer. Was man von der Sonne nicht sagen kann, denn die läßt sich immer wieder von kleinen aber kräftigen Regenschauern vertreten, die plötzlich, überraschend und manchmal sintflutartig auftreten. 
Um die Mittagszeit wird es besonders heftig, und hier zeigt sich das Strandrestaurant flexibel: man akzeptiert nicht nur feuchte Badehosen und -anzüge, sondern jede Art von völlig durchnässter Kleidung, und während man auf der Strandseite die überfluteten Teile des Gebäudes eilig und möglichst unauffällig "trocken legt", bedient man im restlichen Teil die tropfenden Gäste besonders schnell und gut gelaunt mit den gewünschten Getränken. Für mich hat das Wort "feuchtfröhlich" heute eine völlig neue Qualität bekommen.
Und nun noch eine Nachricht für die Fans meiner schrägen Urlaubsfilme: Seit dem dritten Cuba libre heute weiß ich, wie der neue heißen wird.





Montag, 15. Oktober 2012

... Sogar das Wetter

Heute hing an meiner Tür eine Tüte mit einem Iberostar-T-Shirt. Ob das der dresscode für heute abend sein soll? Da sind sie ja recht genau: kein freier Oberkörper in den Strandrestaurants, keine Badekleidung in den Buffetrestaurants, keine kurzen Hosen in den Buffetrestaurants abends, außer klassischen Bermudas, niemals ärmellose T-Shirts in den Buffetrestaurants, und immer lange Hosen in den Spezialitätenrestaurants. All diese Regeln gelten natürlich nur für Männer, Mädels dürfen immer fast alles, außer das mit der nassen Badekleidung, das wird nicht gerne gesehen. Und das mit dem freien Oberkörper würde vielleicht von dem einen oder gerne gesehen, aber...
Sagt mal Leute, habe ich vielleicht aus Versehen Euer Wetter mit eingepackt? Hier ist es zwar schön warm, aber auch ordentlich naß (von oben). Oder treibt gerade wieder ein Tropensturm sein Unwesen, das Flugzeug war nämlich auch ein paar Kurven geflogen, die da eigentlich nicht hingehören. Aber ansonsten ist alles im grünen Bereich, der Regen wird auch wärmer.





Sonntag, 14. Oktober 2012

Fast wie Zuhause...

Ich fühle mich fast wie Zuhause: das Zimmer in meiner Hütte ist nahezu identisch mit dem von vor zwei Jahren ("mein Urlaub und ich"), mit Ausnahme von einem größeren Fernseher auf dem Sideboard, einem kleineren Eiswürfel in der Minibar, statt einem riesigen Bett gibt es zwei große, und der Balkon beherbergt außer Sofa und Tisch nun auch noch zwei Stühle.
Die Hütte liegt zentral in der Hotelanlage, d.h. Es ist überall gleich weit hin und nirgendwo nahe. Man kann halt nicht alles haben. Immerhin wohne ich in der oberen Etage. Die offizielle Begrüßung durch die Reiseleitung heute morgen, zusammen mit dem üblichen Ausflugsbasar habe ich dank der Zeitumstellung verschlafen. Wie kann man so etwas mitten in der Nacht ansetzen, also um 10.30 Uhr? Aber egal, ich wäre sowieso nicht hingegangen.
Inzwischen hat jemand einen Briefumschlag unter meiner Tür durchgeschoben. Darin ist eine Einladung zum Stammgäste-Cocktail für morgen Abend. Schon wieder ein Termin, aber immerhin nicht so früh.
Die Landschaft am Strand zeigt sich ziemlich verändert: Das Restaurant hat keine Wände mehr und dafür neue Möbel, aus dem Holzcontainer mit Kühlschrank und Getränkeausgabe ist eine schicke Strandbar mit überdachter Terrasse geworden, und die noch immer sauber gefegten Wege zum Nachbarhotel, dessen Einrichtungen man mitbenutzen kann, und wo auch mein Lieblingsrestaurant liegt, enden an einem Bretterverschlag, wo etwas von Renovierung steht. So etwas sollte man eigentlich vorher wissen, oder?
Immerhin - der Strand ist noch fast der alte, auch wenn die letzten Stürme wohl einiges weggeknabbert haben. Aber trotzdem ist noch mehr als genug Platz für alle, auch für die vielen Algen. Ach nein - die werden gerade weggebaggert. Das haben haben wir so auch erwartet.


Samstag, 13. Oktober 2012

Jetzt geht' los!

Ein kalter sonniger Samstag, alles ist fertig und alle sind am Bahnhof. Ok, ich will den Spruch mit den vollen Zügen nicht überstrapazieren, aber so ist es eben...
Aber - die Fahrt ist ruhig und kuschelig, selbst die Handys klingeln nur leise. Die einzige Lärmquelle ist ein Frau aus den Neuen Ländern, die wohl ein Buch über Emanzipation geschrieben hat und das nun mit einer zufällig mit am Tisch sitzenden Lektorin lautstark diskutiert. 
Am Ende der rütteligen (und ab Frankfurt richtig vollen) Fahrt erfahre ich durch gutes Zuhören, daß heute in Hessen die Herbstferien beginnen. Also ist nicht nur der Flughafen voll, sondern auch die Halle mit den Eincheckschaltern. Zum Glück gibt es für die Pasagiere oberhalb der Holzklasse einen eigenen Schalter, und das Schlange stehen entfällt damit.
Als ich später an Bord gehen will, leuchtet beim Einlesen meiner Bordkarte ein rotes Licht auf (Grün wäre richtig gewesen), es piepst wie im Supermarkt, wenn man Alkohol kauft oder falsch ausgezeichnete Bananen, und sie überreichen mir eine neue Karte. Irgendwie ist die von mir gebuchte 2. Klasse zu voll, und da haben sie mich als einen der seltenen Einzelreisenden, in die 1. Klasse geschoben, for Free. Ganz schön viel Rüsseltier für den Urlaubsanfang, oder?
Mein Sitznachbar, auch in den mittleren Jahren, muß geschäftlich nach Santo Domingo, war schon fast überall, aber noch nicht in der Dom. Rep., und sieht fast aus wie der Sternekoch Rosin. Wir quatschen uns richtig fest, und die 10 Stunden bis zur Landung vergehen wie im Flug (welch ein Quatsch, wir fliegen doch wirklich)
Im Hotel, rechtzeitig zm Abendessen, verzichte ich nach den vielen Kalorien und Getränken an Bord auf weiteres, und falle nach 24 Stunden gerne ins Bett.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Dem Sommer entgegen

Was ist exzentrisch? Ganz einfach - wenn man einen ganzen langen Sommer lang tagtäglich unter der Hitze stöhnt, hinter heruntergelassenen Rollos auf den Abend wartet, weder Freibäder noch Biergärten besucht (höchstens Tanzabende in klimatisierten Räumen) und dann, kaum nachdem die Temperaturen mehr nach Glühwein als nach Eis rufen, ein Flugzeug besteigt und in eine tropische Gegend fliegt.
OK - dann bin ich eben exzentrisch und wünsche Euch für die nächsten knapp drei Wochen wieder viel Spaß mit meinen kleinen Reisegeschichten.





Euer 

Captain Spareribs

Alles wie immer

Im dritten Versuch seit Herbst 2025 ist es mir gelungen, nun doch eine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 1 zu ergattern, auch wenn aus meinem U...