Dienstag, 27. März 2012
Flexibel
Wer sich wundert, daß ich über gestern nichts berichtet habe? Naja, es war halt ein ereignisloser Seetag, noch nicht einmal geschaukelt hat es. Oder vielleicht doch? Denn wenn ich mich recht entsinne, hatten sie wieder einmal Spucktüten ausgelegt, ich weiß aber nicht warum. Vielleicht bin ich ja inzwischen einigermaßen seefest...
Heute sind wir auf Madeira angekommen. Aber nicht nur wir. Ein Schiff liegt schon da, ein weiteres müht sich gerade ab, einzuparken und ein weiteres ist auch schon in Sicht. Meine erste Tour führt mich in den Osten der Insel, mit Serpentinenstraßen, Seilbahnfahrt, Gartenbesichtigung und Korbschlittenfahrt, ach ja, und ein Spaziergang durch die Altstadt ist auch dabei. Und das an einem halben Tag. Die Reiseleiterin bezeichnet sich selbst als "laufenden Meter". Dieser Einstellung kann man nicht widersprechen. Wir beginnen mit dem Spaziergang durch enge Gassen mit bemalten Haustüren, setzen mit der Seilbahnfahrt fort, und werden dann schon zu den Korbschlitten gebracht, denn heute sind vier Schiffe in der Stadt, da muß man flexibel sein. Anschließend bringt uns der Bus wieder den Berg hoch anstatt runter, um den Kaisergarten zu besichtigen. Die Führung übernimmt nun zusätzlich eine kleine, rot-weiße Katze, die mit jeder Gruppe mitläuft, sie dann zum Ausgang bringt, und mit der nächsten Gruppe wieder reingeht. Etwas ungewöhnlich, aber bei 4 Schiffen, da muß man eben flexibel sein. Wir kriegen ohne Streß und Hektik alle Programmpunkte durch, inkl. Freizeit, und alle sind sehr zufrieden. Auch das ist häufig nicht der Fall, aber bei vier Schiffen, da muß man eben flexibel sein.
Am Nachmittag ist eine Segway-Tour angesagt, wir sind nur 5 Leute, 2 davon haben noch nie auf einem Segway gestanden. Der "Fahrlehrer" ist Engländer und klingt ungefähr wie Bob Ross. Auch wenn man kaum je auf dem Segway einnickt (da hat man viel zu viel Adrenalin, damit man nicht runterfällt), viel verstehen können wir nicht. Dennoch bringt er uns in 20 Minuten Praxis jede Menge Tricks bei: Slalom fahren, anfahren am Berg, steile Abfahrten rauf und runter, fahren auf glattem und hoppeligen Untergrund, Notbremsungen, und so weiter. Und dann geht es richtig los: durch enge Gassen, an Cafés vorbei, unter Sonnenschirmen durch (man ist ja über 2 Meter hoch), Gehsteige rauf und runter, und Leute, ich sage Euch, wenn Ihr mal so richtig auffallen wollt: Vergesst Klamotten, Frisuren und Schminke, vergesst Ferrari und Hummer, stellt Euch einfach auf einen Segway und fahrt durch eine gut besuchte Fußgängerzone. Promiauftrieb in Berlin ist nichts dagegen! Aber man muß eben flexibel sein, auch wenn inzwischen nur noch 3 Schiffe im Hafen liegen...
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Wir sind damals mit dem öffentlichen Linienbus hinaufgefahren und dann zu Fuß wieder runter, man will den Tag ja auskosten. Aber bei vier Schiffen in der Stadt muß man natürlich flexibel sein.
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