Dienstag, 20. März 2012
Kein Mittagesen
Früher Morgen ist es, unser Schiff wurde gemeinsam mit einer Kollegin an das Santa Cruz in Teneriffa gebunden, und jetzt herrscht buntes Treiben: Dutzende von Bussen, etliche Jeeps und jede Menge andere Fahrzeuge, vom Stapler bis zum Container-LKW stauen sich zwischen den Schiffen und der hohem Kaimauer, und von hier oben, aus dem 12. Stock, síeht das Ganze aus die das Gewimmel in einer Formel-1 Boxengasse. Moment - wie war das? Etliche Jeeps? Dann sollte ich wohl mal ganz schnell auch dahin...
Ich schaffe es auch noch rechtzeitig, und kriege den Beifahrersitz. Und schon gehts los, immer bergauf, über halsbrecherische enge Berggassen, bis zum "Casa des Los Balcones", einem alten Stadthaus, das mit besonders prächtigen Balkonen verziert ist. Ganz schön, wenn man denn auch etwas sehen könnte, aber das Touristengewimmel ist heftig. Weiter geht's, durch enge Straßen, unterbrochen durch den Durchbruch durch die Wolkendecke und einer Kaffeepause, bis zum höchsten Berg Spaniens, dem Teide. Allerdings nicht hinauf, ein Jeep ist ja keine Gemse. Der Teide sieht aus, wie man sich als Kind einen Berg vorstellt, einfach ein großer, hoher Kegel. Man könnte auch mit der Seilbahn hochfahren, wenn man den richtigen Ausflug gebucht hätte...
Spät bringen uns die Jeeps zum Schiff zurück, die Mittagsrestaurants sind schon zu. Macht nicht, es gibt ja die schiffseigene Imbißbude. Leider denken sich das fast alle Rückkehrer, und ich verlege mich auf den Tagescocktail, und dann noch eine Pina Colada, weil die wegmusste.
Da der Andrang an der Grillbude noch nicht nachlässt, gehe ich zum Friseur, trinke noch einen Cocktail, blogge ein bißchen, schaukele in meiner Hängematte, und als mich der Roomboy zum Betten machen weckt, erkenne ich die ganze schreckliche Wahrheit: kein Mittagessen! Ich tröste mich einigermaßen mit dem abendlichen 6-Gänge-Menü, dem Sektempfang auf dem Pooldeck sowie der lautstarken Auslaufparty.
In ein paar Tagen wird es mir sicher besser gehen...
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