Heute besuche ich das letzte von vielen Ländern auf meiner langen Reise: Das Miniatur Wunderland. Da freue ich mich schon sehr lange drauf, besonders, weil es im Frühling nicht geklappt hatte.
Den Weg dahin kann man mit der gleichen U-Bahn zurücklegen wie gestern, man müsste nur früher aussteigen und etwas weiter laufen als zum HRC. Muss man aber nicht. Vor dem Hotel langweilen sich gerade ein paar Taxis, und angesichts der Kälte und einsetzendem Schneefall nehme ich eins. Angenehme Überraschung: Taxis in Hamburg sind deutlich günstiger als beispielsweise in Hamburg, wenngleich nicht ganz so günstig wie in Lissabon. Aber das liegt ja auch in Portugal, wo fast alles etwas günstiger ist. Und dann ist es erreicht, mitten in der Speicherstadt: Das Miniatur Wunderland!
Und dann erst die Führung: In Gruppen von maximal sechs Leuten (wir sind sogar nur drei, also die absolute Minimalzahl) bekommt man zu sehen: riesige Schattenbahnhöfe, den Ätna von unten, den Flughafen mit seinen beiden Wolkenliften von hinten, die Ladestation der selbstfahrenden Autos, verglaste Kabelkanäle in denen Züge fahren über den Gästen, verglaste Treppenstufen, ebenfalls mit fahrenden Zügen unter den Gästen, Südfrankreich von hinten, und die Schweiz von unten. An einer Stelle, unweit dem Matterhorn, das immerhin fast 6m (!) hoch ist und sich über zwei Etagen zieht, läuft eine Besucherbrücke, bereits in der oberen Etage. Von da aus hat man einen großartigen Blick auf die ganze Schweiz. Und, ganz am Fuß des Matterhorns, gibt es eine von vielen kleinen Wartungsklappen. Unser Guide sagt uns, wir sollen lächeln und winken. Dann öffnet sie die Klappe, ich bin der erste, der sie benutzen darf. Wie riesig das Matterhorn von hier aus wirkt, wie groß die künstlichen Leute auf der Anlage und wie klein die echten auf der Brücke über mir, die fröhlich lachend mein winken erwidern. Ein cooles Gefühl!
Zum Schluss werden wir noch in den beliebtesten Knopfdrücker, den der Schokoladenfabrik eingeweiht: Obwohl es rund um die Fabrik nach Schokolade duftet, und die Modellbauer die Illusion der Schokoladenherstellung einschließlich dem einpacken in Goldfolie perfekt nachgebildet haben, bekommt man sie nicht aus der Fabrik sondern aus einem verborgenen Vorratslager. Aber immerhin ist sie wirklich von Lindt & Sprüngli aus der Schweiz. Wir drei Männer der Führung bekommen auch welche, ganz ohne Knopf drücken, einfach aus dem gekühlten Vorratsschrank. Absolut lecker!
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