Unter all den Inseln, die ich bei meinen vielen Reisen schon besucht habe, gehört Lanzarote für mich zu den top five. Und das, obwohl es hier stellenweise aussieht wie auf dem Mars, oder vielleicht gerade deswegen. Ich hatte hier schon zweimal sehr schön Urlaub gemacht, und war einmal mit dem Schiff da gewesen. Für den Aufenthalt damals hatte ich einen ganz speziellen Landausflug gebucht: ich wollte zum ersten Mal im Leben eine Fahrt mit einem U-Boot machen (ist nicht wirklich ein Landausflug, ich weiß). Doch ausgerechnet an diesem Tag musste das U-Boot - wie man mir am Vorabend, also absolut rechtzeitig, mitteilte - repariert werden, so dass die Fahrt leider ausfiel, und ich mich auf einen kurzen Spaziergang in Arrecife, der Hauptstadt, beschränken musste.
Sieben Jahre später. Wie U-Boot fahren geht, weiss ich inzwischen. Dennoch steuert das Schiff unbeirrt Lanzarote an, und ich habe auch wieder einen Ausflug gebucht: Nordlanzarote, mit Besuch der Fundacíon César Manrique. CM ist der Mann, der weit über seinen Tod hinaus als Künstler, Politiker und Architekt bis heute einen riesigen Einfluss darauf hat, dass Lanzarote möglichst im Naturzustand blieb, und es unter anderem auch keine hohen Gebäude gibt. Die Fundacíon war sein Wohnhaus und Atelier, das er in eine große Lavablase einbauen ließ, mit Pool, Grillplatz und allem drum und dran. Ich war zwar schon einmal dort gewesen, aber das ist ein so toller verwunschener Platz, den könnte man auch ein zweites Mal besuchen. Könnte. Aber: ausgerechnet heute wäre Manrique 100 Jahre alt geworden, und aus diesem Anlaß hat die Fundacíon heute geschlossen. Stattdessen fährt man zu den weltweit einmaligen kleinen weißen Höhlenkrebsen von Jameos del Agua.
Da ich die kleinen Krebse alle noch persönlich kenne, beschränke ich mich stattdessen auf einen sehr kurzen aber ziemlich heißen Spaziergang in Arrecife, der Hauptstadt.

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